Hamburgs Handel trotzt US-Zöllen mit neuen Märkten und wächst 2025
Tschentscher kritisiert US-Handelspolitik - Hamburgs Handel trotzt US-Zöllen mit neuen Märkten und wächst 2025
Hamburgs Handel steht 2025 vor großen Herausforderungen: Exporte in die USA brechen wegen neuer Zölle stark ein – doch dank neuer Märkte wächst der Gesamtumsatz
Die Handelsbranche in Hamburg hat im Jahr 2025 mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, nachdem die Exporte in die USA aufgrund neuer Zollbarrieren drastisch eingebrochen sind. Dennoch verzeichnet die Stadt insgesamt ein Wachstum im Außenhandel – dank engerer Verbindungen zu anderen Märkten. Diese Widerstandsfähigkeit stand im Mittelpunkt des traditionellen Matthiae-Mahls, wo Führungspersönlichkeiten über die wirtschaftliche Zukunft Europas diskutierten.
Die Ausfuhren Hamburgs in die USA gingen in den ersten drei Quartalen 2025 um mehr als 60 Prozent zurück. Der starke Rückgang folgte auf die verschärfte Zollpolitik unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Bürgermeister Peter Tschentscher kritisierte diese Maßnahmen öffentlich und warnte vor den Folgen für den transatlantischen Handel.
Trotz dieses Rückschlags stiegen Hamburgs Gesamthandelumsätze. Die Stadt hat aktiv neue Partner gewonnen und Handelsabkommen mit Kanada, lateinamerikanischen Ländern und Indien geschlossen. Als historischer Handelsplatz bleibt Hamburg dem Freihandel und den EU-Abkommen verpflichtet.
Das Matthiae-Mahl 2025, das unter dem Motto "Europas Souveränität im geopolitischen Umbruch" stand, versammelte rund 400 Gäste. Geehrt wurden die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa. Die seit 1356 bestehende Veranstaltung gilt als das älteste durchgehend abgehaltene Bankett der Welt und unterstreicht Hamburgs langjährige Rolle als globaler Handelsstandort.
Die USA und China zählen nach wie vor zu Hamburgs wichtigsten Handelspartnern. Aktualisierte Zahlen zum Handel mit anderen Schlüsselpartnern für das Jahr 2025 liegen jedoch noch nicht vor. Die Wirtschaft der Stadt bleibt anfällig für geopolitische Verschiebungen, Lieferkettenprobleme und wirtschaftliche Instabilität.
Durch die Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen konnte Hamburg die Verluste durch die US-Zölle teilweise ausgleichen. Die Stadt setzt sich weiterhin für offene Märkte ein, während sie sich in einer von Unsicherheiten geprägten globalen Landschaft behauptet. Beim Matthiae-Mahl betonten die Teilnehmer die Notwendigkeit einer stärkeren wirtschaftlichen Eigenständigkeit Europas in einer Zeit sich wandelnder Bündnisse.
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