Geisterparade in Köln feiert 35 Jahre mit Protest und karnevalistischem Flair
Geisterparade in Köln feiert 35 Jahre mit Protest und karnevalistischem Flair
Kölner Geisterparade feiert 35. Jubiläum mit Protest und Feststimmung
Die Kölner Geisterparade hat ihr 35-jähriges Bestehen mit einer lebendigen Mischung aus Protest und Feierlichkeiten begangen. Tausende zogen unter dem diesjährigen Motto durch die Straßen und forderten dringende Reformen in der städtischen Wohnungspolitik. Die Veranstaltung verband politischen Aktivismus mit karnevalistischem Flair – ganz ohne ihre ökologischen Traditionen zu vernachlässigen.
Der Umzug startete mit Teilnehmenden, die als Geister, Hexen und Fabelwesen verkleidet waren. Besonders auffällig waren riesige fantastische Tiere, die sogenannten Schnappviecher, sowie ein gewaltiger Tintenfisch aus Plastikflaschen. Erich Hermans, einer der Gründer der Parade, führte den Zug in seinem markanten Ähzebär-Kostüm an und spielte dabei ein selbstgebasteltes Rummelpot-Instrument.
Im Mittelpunkt stand dieses Jahr die Kölner Wohnungsnot. Viele Kostüme und Transparente trugen den Spruch "Allerhööchste Zick för en andere Wohnungspolitik – mer können nit all em Dom schlofe" (Höchste Zeit für eine andere Wohnungspolitik – wir können nicht alle im Kölner Dom schlafen). Die Parade stand wie immer allen politischen Anliegen offen und unterstrich damit ihre Tradition der offenen Teilhabe.
Anders als beim traditionellen Karneval wurde auf das Werfen von Süßigkeiten verzichtet – ganz im Sinne der ökologischen Ausrichtung. Nach einem Umzug durch die Stadt endete der Zug am Kulturzentrum Odonien, wo Musik und Darbietungen die Feier bis spät in die Nacht verlängerten.
Hermans hatte 1993, zwei Jahre nach der ersten Parade, die organisierende Gruppe Ähzebär un Ko e.V. mitgegründet. Über die Jahrzehnte ist die Veranstaltung organisch gewachsen und zieht Jahr für Jahr mehr Teilnehmende an – ganz ohne gezielte Werbung.
Die 35. Geisterparade vereinte bewährte Traditionen mit drängenden lokalen Themen. Indem sie Protest mit Spektakel verband, gab sie Wohnungsaktivist:innen eine Bühne und unterhielt gleichzeitig die Zuschauer:innen. Wie stets blieb sie eine basisdemokratische Versammlung – frei von kommerziellem Einfluss und offen für alle, die mitmachen wollten.
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