Bundesregierung lockert Gebäudeenergiegesetz – Klimaziele in Gefahr
Minister warnt vor Folgen gelockerter Heizungsvorschriften - Bundesregierung lockert Gebäudeenergiegesetz – Klimaziele in Gefahr
Die deutsche Bundesregierung hat zentrale Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes gelockert – und erntet dafür scharfe Kritik von Klimaschützern. Die überarbeitete Regelung, die 2026 in Kraft treten soll, verschiebt strengere Vorgaben für erneuerbare Heizsysteme auf 2028 und erlaubt weiterhin den Einbau von Öl- und Gasheizungen. Während Gegner die Änderungen als Rückschritt für die Klimaziele brandmarken, betonen Befürworter, sie schützten die Bezahlbarkeit und Verbraucherfreiheit.
Laut dem neuen Plan entfällt ab Januar 2026 vorerst die Pflicht, dass neu installierte Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Stattdessen werden die verschärften Auflagen erst 2028 verbindlich – mit Fokus auf Förderanreize für Hybridsysteme, Gebäudesanierungen und eine wasserstofftaugliche Infrastruktur. Das Umweltbundesamt schätzt, dass sich durch die Verzögerung die geplante Zahl an Wärmepumpen bis 2030 um etwa 30 Prozent verringert – von 1,5 Millionen auf eine Million Geräte. Damit gerät das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis Ende des Jahrzehnts um 65 Prozent zu senken, in Gefahr.
Katrin Eder, Energie- und Klimaschutzministerin von Rheinland-Pfalz, nannte die Novelle einen "großen klimapolitischen Fehler". Sie warnte, der Wegfall der Erneuerbaren-Pflicht schaffe Planungsunsicherheit für Handwerker, Hauseigentümer und Investoren – mit Risiken für Arbeitsplätze und langfristige Strategien. Besonders Mieter in Mehrfamilienhäusern könnten nun durch gasabhängige Systeme höhere Kosten tragen, gab Eder zu bedenken.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verteidigte die Änderungen und betonte, das Gesetz solle Bürgern mehr Flexibilität beim Heizungstausch bieten. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder unterstützte diese Linie und argumentierte, Klimaschutz müsse auf Akzeptanz, Technologieoffenheit und Bezahlbarkeit setzen. Schnieder kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs strengere Landesklimavorgaben zurücknehmen zu wollen – "ohne zusätzliche Belastungen für Eigentümer oder Wirtschaft".
Laut Koalitionsvereinbarung bleiben Neuanlagen von Öl- und Gasheizungen weiterhin zulässig, während es bis zu 60.000 Euro Förderung pro Haushalt für energetische Sanierungen gibt. Auch der Ausbau der Netze für Wasserstoff-Beimischungen wird im überarbeiteten Plan unterstützt.
Die gelockerten Regeln verschieben den Zeitplan für die Wärmewende in Deutschland: Kurzfristig sinkt der Druck auf Haushalte, doch der Klimafortschritt könnte sich verzögern. Ob die 2030er-Klimaziele noch erreichbar sind, hängt nun davon ab, ob die Förderungen für Hybridsysteme und Sanierungen die Lücke schließen können, die durch weniger Wärmepumpen entsteht. Mieter und Handwerker spüren die Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen als Erste – während sich der Markt an die geänderten Vorgaben anpasst.
Hanka Rackwitz wird Wirtin: Vom Wasserschloss in den Dorfkrug
Ein radikaler Neuanfang: Statt Prunk im Wasserschloss serviert Hanka Rackwitz bald Hausmannskost und gute Laune. Was Gäste im "Dorfkrug" erwartet – und warum sie selbst einzieht.
Neuverhandlung im 32 Jahre alten Mordfall an 13-Jährigem beginnt
Ein brutaler Kindermord aus dem Jahr 1993 kehrt vor Gericht zurück. Warum der Fall selbst nach Jahrzehnten noch Rätsel aufgibt – und was die neue Beweisaufnahme bringen könnte.
Bahnhof Langenlonsheim wird für 8 Millionen Euro barrierefrei umgebaut
Eine veraltete Brücke weicht, die Bahnsteige wachsen – und bis 2026 entsteht ein Bahnhof für alle. Warum die Bahn hier ein Zeichen für die Zukunft setzt.
TSG Hoffenheim setzt auf Neuanfang mit neuem Chef und Stürmer-Talent
Nach monatelangen Turbulenzen beginnt für Hoffenheim eine neue Ära. Mit frischem Führungstrio und einem Top-Transfer will der Verein die Erfolgsspur halten.
Wiesbaden senkt CO₂-Emissionen um 19 Prozent in vier Jahren – doch die Wärmewende bleibt Herausforderung
19 % weniger CO₂ in nur vier Jahren – Wiesbaden beweist, dass Klimaschutz wirkt. Doch der größte Hebel liegt noch brach: Zwei Drittel der Wärme kommen aus Erdgas. Wie die Stadt jetzt gegensteuert.
SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief – AfD feiert Zuwachs
Ein Debakel für die SPD, ein Triumph für die AfD. Nach der Landtagswahl steht Baden-Württemberg vor einem politischen Umbruch – und die Sozialdemokraten vor dem Neuanfang.
SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Ein historischer Tiefschlag für die SPD: Nach dem Wahldebakel in Baden-Württemberg fordern junge Mitglieder einen radikalen Neuanfang. Doch kann die Partei sich noch retten?
Neuers Wadenverletzung zwingt Bayern München zu Torwart-Wechsel vor Atalanta-Duell
Ein Rückschlag für den Kapitän, eine Chance für den Newcomer: Während Neuer pausiert, steht Urbig plötzlich im Rampenlicht der Königsklasse. Kann er die Lücke füllen?
Harley-Davidson-Fans genießen Freiheit und Gemeinschaft auf Hessens Straßen
Frische Luft, brummende Motoren und grenzenlose Weite: Warum dieser Club beweist, dass Motorradfahren mehr als nur ein Hobby ist. Ein Blick hinter die Kulissen der lebendigen Biker-Szene.
Sonderurlaub für SPD-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz löst politische Debatte aus
Zwei Jahre bezahlter Sonderurlaub für eine Beamtin im SPD-Wahlkampf? Die Opposition fordert Aufklärung – und die Zeit drängt vor der Landtagswahl.
Ostdeutschland bleibt ohne Hauptsitz eines DAX-Konzerns – warum die Region wirtschaftlich zurückfällt
Kein DAX-Konzern, zu wenig Infrastruktur: Ostdeutschland kämpft um Gleichberechtigung. Doch Politiker sehen jetzt eine Chance für den Aufbruch.
Freiburgs historischer Traum: Ohne Schlüsselspieler gegen Genks Ballkunst
Zwei Leistungsträger fehlen, die Auswärtsbilanz wackelt – doch Freiburgs Chance auf Geschichte war noch nie so greifbar. Kann Schuster Genks Offensivfeuer bändigen?