27 June 2026, 18:20

SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren

Diese Beratungsstelle in Braunschweig schließt in wenigen Tagen

SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren

Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig

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Ende des Monats wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig schließen. Die Einrichtung bestand über ein Jahrhundert, doch finanzielle Engpässe zwingen nun zur Schließung. Einige Dienstleistungen werden ab dem 1. Juli von der Caritas übernommen.

Nach mehr als 100 Jahren wird der SkF-Standort in Braunschweig seine Arbeit einstellen. Allein im vergangenen Jahr suchten fast 330 Frauen und Familien die Beratungsstelle auf. Weitere 89 Familien nahmen an präventiven Angeboten teil, darunter „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“. Diese Projekte werden nun eingestellt, da sich keine neuen Träger für ihre Fortführung gefunden haben.

Trotz großer Anstrengungen von Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden kommt es zur Schließung. Der SkF dankte regionalen Förderern wie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus für ihre langjährige Unterstützung. Die in der Elternarbeit eingesetzten Babysimulatoren befinden sich in einwandfreiem Zustand und könnten von einer zertifizierten Einrichtung mit passendem Konzept übernommen werden.

Ab dem 1. Juli führt die Caritas die Schwangerschaftsberatung am selben Standort in der Kasernenstraße 30 weiter. Karen Vogel, die aktuelle Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit unter dem neuen Träger beschäftigt. Die übrigen SkF-Angebote werden jedoch nicht von der Caritas übernommen.

Die Schließung der Beratungsstelle bedeutet das Ende einer Ära für den SkF in Braunschweig. Während die Schwangerschaftsberatung unter der Caritas fortgeführt wird, gibt es für die anderen Projekte vorerst keinen Ersatz. Sollte sich eine neue Organisation finden, könnten die Babysimulatoren und weitere Ressourcen noch eine neue Verwendung finden.

Quelle