NABU klagt gegen Windpark in Ostprignitz-Ruppin: Artenschutz in Gefahr
Antonio KlotzNABU klagt gegen Windpark in Ostprignitz-Ruppin: Artenschutz in Gefahr
Klage gegen geplanten Windpark bei Zootzen in Ostprignitz-Ruppin eingereicht
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat rechtliche Schritte gegen den Bau eines Windparks in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin eingeleitet. Die Umweltschützer warnen, dass das Projekt seltene Vogel- und Fledermausarten in der Region gefährden könnte. Die Organisation hat nun Klage eingereicht, um den Baustopp zu erzwingen.
Das Landesamt für Umwelt hatte im März die Genehmigung für elf Windkraftanlagen in Wittstock/Dosse erteilt. Der NABU argumentiert jedoch, dass der Standort die heimische Tierwelt bedroht – darunter auch die stark gefährdete Braune Abendsegler-Fledermaus, die auf die Wittstock-Ruppiner Heide als Lebensraum angewiesen ist.
Ein Mäusebussard-Horst befindet sich direkt an der Stelle, an der die Baukrane aufgestellt werden sollen. Der NABU fordert dessen Umsiedlung, um die Vögel zu schützen. Zudem liegen Nester von Seeadlern nur etwa 700 Meter von den geplanten Turbinen entfernt, was zusätzliche Bedenken aufwirft.
Am 20. April reichte der NABU einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein. Die Organisation behauptet, der Windpark könnte seltene Arten töten, darunter Fledermäuse und geschützte Vogelarten. Das Gericht wird nun die Klage gegen die Genehmigung des Windparks prüfen. Sollte der NABU Erfolg haben, könnte das Verfahren den Bau verzögern oder sogar stoppen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Arbeiten wie geplant in der Nähe des sensiblen Lebensraums fortgesetzt werden.






