Mainz kämpft mit Fachkräftemangel – doch die Wirtschaft bleibt optimistisch
Antonio KlotzMainz kämpft mit Fachkräftemangel – doch die Wirtschaft bleibt optimistisch
Mainz veröffentlicht Ergebnisse einer Fachkräfteumfrage von November 2025
Die Ergebnisse einer im November 2025 durchgeführten Umfrage zu Fachkräften in Mainz zeigen anhaltende Herausforderungen für die lokale Wirtschaft: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Gleichzeitig bewerten die meisten Betriebe die Stadt weiterhin als attraktiven Wirtschaftsstandort.
Laut der Studie können 62 Prozent der Unternehmen vakante Positionen nicht besetzen – vor allem wegen eines Mangels an qualifizierten Arbeitskräften. Besonders betroffen sind das Handwerk, die Bauwirtschaft und der verarbeitende Sektor. Als Hauptgründe für die Personalengpässe nennen die Betriebe fehlende Bewerbungen und unzureichende Qualifikationen der Kandidaten.
40 Prozent der Unternehmen stufen den Fachkräftemangel als mittel bis schwerwiegend ein. Dennoch beurteilen 72 Prozent der Befragten Mainz nach wie vor als positiven Wirtschaftsstandort. Um gegenzusteuern, vereinfachen viele Betriebe ihre Bewerbungsverfahren und bieten flexible Arbeitszeitmodelle an.
Manuela Matz, Wirtschaftsdezernentin der Stadt Mainz, verweist auf bisher ungenutzte Lösungsansätze, die die Situation entlasten könnten. Dazu zählen die internationale Fachkräfterekrutierung und KI-gestützte Einstellungsverfahren – beides wirksame, aber noch zu wenig genutzte Instrumente. Teresa Klug, Leiterin der Abteilung für Wirtschaft und Strukturentwicklung, plant auf Basis der Umfrageergebnisse den Ausbau von Förderprogrammen.
Die Studie liefert klare Einblicke in den Mainzer Arbeitsmarkt: Sie zeigt sowohl das Ausmaß des Fachkräftemangels als auch das Potenzial noch ungenutzter Lösungen. Die lokalen Behörden bereiten nun Maßnahmen vor, um die Unternehmen gezielt zu unterstützen.
