28 June 2026, 12:19

Kirchen als kühle Rückzugsorte: Warum so viele Türen verschlossen bleiben

Berliner Kirchen bieten kühlen Rückzugort

Kirchen als kühle Rückzugsorte: Warum so viele Türen verschlossen bleiben

Kirchenvertreter in Berlin und Brandenburg haben Gemeinden aufgefordert, ihre Gebäude während Hitzeperioden als kühle Rückzugsorte zu öffnen. Sakralbauten bleiben oft von Natur aus kühl und bieten so eine willkommene Abkühlung ohne Klimaanlage. Dennoch sind die meisten Kirchen aus finanziellen und sicherheitstechnischen Gründen verschlossen.

Die katholische und die evangelische Kirche haben in einem gemeinsamen Appell ihre Mitgliedsgemeinden dazu aufgerufen, geeignete Räumlichkeiten zur Hitzeentlastung bereitzustellen. Bisher öffnen jedoch nur 13 evangelische Kirchen in Berlin an jedem Wochentag für diesen Zweck ihre Türen.

Die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg ist dank ehrenamtlicher Helfer täglich zugänglich. Auch die Marienkirche am Fernsehturm bleibt geöffnet – finanziert durch Spenden von Touristen. Die Wichernkirche in Spandau hat zwar ihre Pforten offen, verzeichnet aber keinen spürbaren Anstieg an Besuchern, die Schutz vor der Hitze suchen.

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Viele Gemeinden können es sich schlicht nicht leisten, Personal für die Öffnung der Kirchen bereitzustellen. Andere verschließen ihre Türen aus Angst vor Diebstahl, Vandalismus oder Haftungsfragen. Die Opposition kritisiert den Senat, weil er zu wenig kühle Rückzugsorte bei extremen Temperaturen zur Verfügung stellt.

Finanzielle Engpässe und Sicherheitsbedenken begrenzen die Zahl der Kirchen, die als kühle Zufluchtsorte dienen könnten. Der Senat steht unter Druck, das Problem der fehlenden zugänglichen Kühlräume zu lösen. Aktuell bleibt nur ein Bruchteil der Kirchen für Hitzegeschädigte geöffnet.

Quelle