23 June 2026, 18:26

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich der Hochschulzugang revolutioniert

Accessbeschränkungen an Universitäten nehmen weiter ab

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich der Hochschulzugang revolutioniert

Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen werden im Wintersemester 2026/27 ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Dies markiert einen deutlichen Wandel beim Zugang zur Hochschulbildung im Land. Studierende können sich künftig in sieben von zehn Bachelor-Studiengängen einschreiben, ohne dass bestimmte Noten im Abiturzeugnis vorliegen müssen.

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Noch vor einem Jahrzehnt hatten fast die Hälfte aller Bachelor-Programme Zugangsvoraussetzungen. Damals beschränkten 47,6 Prozent der Studiengänge den Zugang anhand der schulischen Leistungen. Heute hat sich dieser Trend radikal umgekehrt.

Nur noch 31,6 Prozent der Studiengänge sind zulassungsbeschränkt – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung verläuft jedoch nicht in allen Bundesländern gleichmäßig.

Am wenigsten Hürden gibt es für Studieninteressierte in Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. In diesen Ländern unterliegen weniger als jeder fünfte Studiengang Zulassungsbeschränkungen. Dagegen weisen Berlin und Baden-Württemberg nach wie vor die höchsten Anteile an beschränkten Studienplätzen auf.

Besonders stark war der Rückgang in Hamburg. Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge im Stadtstaat von 62,4 auf 37,6 Prozent.

Der Anteil der Studienplätze ohne Zugangsbeschränkungen steigt weiterhin stetig an. Diese Entwicklung ermöglicht es immer mehr Bewerberinnen und Bewerbern, ihr Wunschfach ohne Notenhürden zu studieren. Der Wandel spiegelt grundlegende Veränderungen in der Hochschulpolitik Deutschlands wider.

Quelle