29 April 2026, 10:50

Umweltverbände protestieren in Hamm gegen fossile Energiepolitik der Regierung

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude während einer Klimaprotest in Berlin, umgeben von Flaschen und anderen Gegenständen, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Umweltverbände protestieren in Hamm gegen fossile Energiepolitik der Regierung

Große Demonstration in Hamm am 30. Mai: Umweltverbände protestieren gegen fossile Energiepolitik

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Am 30. Mai findet in Hamm eine große Protestkundgebung statt, organisiert von einem Bündnis aus Umweltorganisationen. Aktivistinnen und Aktivisten von Friends of the Earth Deutschland (BUND), Greenpeace, Campact und Fridays for Future wollen damit gegen die fossile Energiepolitik der Bundesregierung demonstrieren. Im Fokus steht die Kritik an den Plänen von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU), neue Gaskraftwerke zu bauen, statt den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.

Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr in der Nähe des Kraftwerks Gersteinwerk. Die Teilnehmenden wollen sich in Form eines Windrads aufstellen – ein Symbol für ihre Forderung nach einer Wende hin zu sauberer Energie. Die Organisatorinnen und Organisatoren betonen, dass ihre Aktion eine direkte Herausforderung an Reiches Energiepolitik darstellt, die sie als rückwärtsgewandt und auf fossile Brennstoffe fixiert kritisieren.

Die Kritik an der Ministerin ist scharf. Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, wirft Reiche vor, wie eine Lobbyistin der fossilen Industrie zu handeln. Die Politik der Ministerin bremse bewusst den Ausbau der Erneuerbaren, so Graichen.

Auch Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, unterstützt den Protest. Sie unterstreicht, dass erneuerbare Energien die Abhängigkeit von autoritären Regimen verringern könnten, indem Öl- und Gasimporte reduziert werden. Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern eine echte Energiewende – eine, die vollständig auf Gaskraftwerke verzichtet.

Der Demonstrationszug wird sich direkt auf das Kraftwerk Gersteinwerk zubewegen, wo die Protestierenden ihre Botschaft sichtbar machen wollen. Ihre Forderung ist klar: Keine neuen Gasprojekte, sondern Investitionen in Wind-, Solar- und andere saubere Energiequellen.

Die Demonstration in Hamm vereint mehrere Umweltorganisationen hinter einer gemeinsamen Sache. Ihr Protest gegen Reiches Gaskraftwerkspläne spiegelt die anhaltenden Spannungen um die Energiezukunft Deutschlands wider. Die Veranstaltung wird voraussichtlich erhebliche Aufmerksamkeit auf die Debatte über fossile Brennstoffe und das Tempo der Energiewende lenken.

Quelle