Tesla einigt sich mit Betriebsrat auf 30 Prozent mehr Lohn für Grohmann-Mitarbeiter
Antonio KlotzTesla einigt sich mit Betriebsrat auf 30 Prozent mehr Lohn für Grohmann-Mitarbeiter
Tesla und der Betriebsrat der Grohmann Automation haben sich auf eine neue Gehaltsstruktur für die Mitarbeiter geeinigt. Die Vereinbarung ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen und markiert einen bedeutenden Wandel für die deutsche Belegschaft des Unternehmens. Die Beschäftigten wurden am 18. Oktober offiziell über die Einigung informiert; die Änderungen gelten rückwirkend zum Monatsbeginn.
Tesla hatte die Grohmann Engineering GmbH im November vergangenen Jahres für rund 150 Millionen US-Dollar übernommen. Das Unternehmen ist auf automatisierte Systeme für die Fahrzeugproduktion spezialisiert und spielt seitdem eine zentrale Rolle in Teslas Expansionsplänen.
Bereits im April hatte Tesla den Grohmann-Mitarbeitern Arbeitsplatzsicherheit für mindestens fünf Jahre zugesichert. Dazu gehörten Tesla-Aktien im Wert von 10.000 US-Dollar pro Beschäftigtem, eine Prämie von 1.000 Euro sowie eine monatliche Lohnerhöhung von 150 Euro. Die jüngste Vereinbarung geht noch weiter und erhöht die Löhne um etwa 30 Prozent gegenüber den bisherigen Sätzen.
Die neue Entgeltstruktur orientiert sich an branchenüblichen Tarifen, übernimmt jedoch nicht den Flächentarifvertrag des Sektors. Die Gespräche zwischen Tesla und dem Betriebsrat wurden als sehr pragmatisch beschrieben. Die Gewerkschaft IG Metall hatte sich dafür eingesetzt, dass Grohmann Automation dem Branchentarifvertrag beitritt, blieb damit jedoch erfolglos.
Die Lohnerhöhung tritt rückwirkend zum 1. Oktober in Kraft und kommt allen Mitarbeitern von Grohmann Automation zugute. Tesla bereitet sich unterdessen auf eine Produktionssteigerung auf 500.000 Fahrzeuge im kommenden Jahr vor. Die Vereinbarung schafft Klarheit über Löhne und Arbeitsbedingungen für das deutsche Team des Unternehmens.






