30 June 2026, 20:44

Stromnetz am Limit: Wie Kommunen und Netzbetreiber die Energiewende beschleunigen wollen

Die Stromnetze im Süden Baden-Württembergs sind am Limit: Ausbau wird zur Schlüsselfrage

Stromnetz am Limit: Wie Kommunen und Netzbetreiber die Energiewende beschleunigen wollen

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich kürzlich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert, an der auch die großen regionalen Netzbetreiber teilnahmen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die zunehmende Belastung der Netze durch den steigenden Strombedarf und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Bei dem Treffen wurde deutlich, dass das Stromnetz durch neue Verbraucher wie Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Unternehmen stark unter Druck gerät. Die Netzbetreiber wiesen zudem auf die zusätzlichen Anforderungen hin, die durch großflächige Batteriespeichersysteme entstehen. Viele Städte und Gemeinden berichteten von häufigen Anfragen zu solchen Speicherlösungen.

Die Teilnehmer betonten, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und die steigende Nachfrage die Entwicklung der Netzinfrastruktur überfordern. Diese Schieflage führe zu Anschlussproblemen bei neuen Wind- und Solarparks sowie bei Unternehmen, die eine zuverlässige Stromversorgung suchen. Um diese Probleme zu lösen, kündigte der Regionalrat Freiburg Maßnahmen an, um die Abstimmung zu verbessern und Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen.

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Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Regionalverbands, unterstrich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Kommunen und Behörden. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands, ergänzte, dass die Synchronisation von Stromerzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch entscheidend für eine erfolgreiche Energiewende sei.

Die Diskussionen in Emmendingen machten deutlich, wie dringend ein schnellerer Netzausbau und eine bessere Koordination aller Beteiligten sind. Neue Maßnahmen, darunter vereinfachte Genehmigungsverfahren, sollen bestehende Engpässe verringern. Damit sollen Projekte im Bereich erneuerbarer Energien schneller ans Netz gebracht und der steigende Strombedarf effizienter gedeckt werden.

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