Streik bei Bonback in Sachsen-Anhalt: Arbeiter kämpfen für faire Löhne und Gleichbehandlung
Antonio KlotzStreik bei Bonback in Sachsen-Anhalt: Arbeiter kämpfen für faire Löhne und Gleichbehandlung
Arbeiter bei Bonback in Sachsen-Anhalt streiken diese Woche für höhere Löhne
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für heute und morgen Arbeitsniederlegungen am Standort des Unternehmens im Star Park Halle Queis organisiert. Die Beschäftigten werfen dem Unternehmen vor, dass ihre Bezahlung deutlich unter der ihrer Kollegen an anderen Standorten desselben Eigentümers liege.
Bonback firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bevor die Schwarz Gruppe das Unternehmen 2022 übernahm. Seitdem hat der Hersteller sein Sortiment an Tiernahrung erweitert, darunter Bio- und Premium-Produktlinien. Das Unternehmen gehört mittlerweile zur Haustier-Sparte von Lidl und plant, seine Produkte bis 2026 in zehn europäischen Ländern zu vertreiben.
Die NGG kritisiert, dass die Löhne in Sachsen-Anhalt unzumutbar niedrig seien – einige Mitarbeiter verdienten demnach nur rund 900 Euro im Monat. Unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein!" macht die Gewerkschaft auf die Gehaltskluft zwischen ost- und westdeutschen Standorten aufmerksam. Ein Sprecher erklärte: "Wir weigern uns, die Billiglohnzone des Ostens zu bleiben."
Auch bei MEG, einem Getränkehersteller der Schwarz Gruppe in Weißenfels, wird gestreikt. Dort legen die Beschäftigten im Rahmen der gleichen Tarifkampagne drei Tage lang die Arbeit nieder.
Ziel der NGG-Aktionen ist die Schwarz Gruppe, zu der neben Bonback und MEG auch Kaufland und Lidl gehören. Sollten die Löhne in Sachsen-Anhalt nicht angehoben werden, sind weitere Streiks geplant. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Angleichung der Gehälter zwischen ost- und westdeutschen Mitarbeitern unter demselben Konzern-Dach.






