18 April 2026, 00:32

SPD-Fraktionschef Saleh attackiert Stopp der U7-Verlängerung in Spandau

Farbenfrohe Linien auf einer alten Karte von Berlin, Deutschland, die die Route des Berliner U-Bahn-Systems anzeigen.

SPD-Fraktionschef Saleh attackiert Stopp der U7-Verlängerung in Spandau

Der Streit um die Berliner Verkehrsplanung hat sich zugespitzt, nachdem der Fraktionsvorsitzende der SPD, Raed Saleh, die Entscheidung kritisiert hatte, die Verlängerung der U-Bahn-Linie U7 in Spandau zu stoppen. Das von Anwohnern seit Langem geforderte Projekt war in einer aktuellen Kosten-Nutzen-Analyse als zu teuer eingestuft worden – was bei lokalen Politikern auf Frustration stößt.

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Saleh hat deutlich gemacht, dass er die allgemeine Verkehrsstrategie von Verkehrssenatorin Ute Bonde ablehnt. Er warnt, die aktuellen Pläne würden benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Bezirk ungleich hart treffen.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht die U7, die derzeit an der Station Rathaus Spandau endet. Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Analyse kam zu dem Schluss, dass eine weitere Verlängerung der Strecke wirtschaftlich nicht vertretbar sei. Bonde verwies auf Haushaltsbeschränkungen und technische Herausforderungen beim U-Bahn-Bau als zentrale Hürden. Zudem betonte sie, dass weitere Untersuchungen nötig seien, bevor Entscheidungen zur Streckenplanung oder zur Wahl des Verkehrssystems getroffen werden könnten.

Saleh wies die Ergebnisse zurück und argumentierte, dass ein Stopp der Verlängerung die äußeren Gebiete Spandaus schlecht anbinden würde. Er behauptet, die Entscheidung treffe einkommensschwache Bewohner, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, überproportional hart. Seine Fraktion hat nun bestätigt, dass sie Bonde Verkehrsplan in der aktuellen Form nicht unterstützen werde.

Regierender Bürgermeister Kai Wegner hingegen lässt die Tür für künftige Gespräche offen. Zwar erkannte er die Bedenken der Verkehrsbehörde an, bekräftigte aber sein Engagement für bessere Anbindungen der Berliner Außenbezirke. Wegner hatte die U7-Verlängerung zuvor zur Priorität erklärt, doch Saleh hat ihn bereits über die Ablehnung der bestehenden Pläne durch seine Fraktion informiert.

Die Verlängerung der U7 bleibt vorerst auf Eis, da finanzielle und strukturelle Hindernisse den Fortschritt blockieren. Salehs SPD-Fraktion wird weiter auf Änderungen drängen, während Bonde auf zusätzliche Studien pocht. Die Pattsituation lässt die Spandauer Bewohner weiterhin in Unsicherheit über ihre Verkehrsanbindung zurück.

Quelle