15 April 2026, 16:23

Schulgewalt und Mobbing: Hitze Debatte über Ursachen und Lösungen im Bundestag

Ein Plakat mit dem Titel "Mangel an Bildung: Der Teufelskreis" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fetter schwarzer Schrift.

Schulgewalt und Mobbing: Hitze Debatte über Ursachen und Lösungen im Bundestag

Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen haben laut Abgeordneten und aktuellen Berichten stark zugenommen. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses des Bundestags, bestätigte diesen Trend und verwies auf mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern. Unterdessen machte die rechtspopulistische AfD Migration für das Problem verantwortlich – und löste damit eine hitzige Debatte im Parlament aus.

In einer Bundestagssitzung betonte Esken, dass mittlerweile fast jede fünfte Schülerin und jeder fünfte Schüler in Deutschland von Cybermobbing betroffen sei. Sie kritisierte, dass Schulen Jugendliche nicht ausreichend darin ausbildeten, Streitigkeiten friedlich beizulegen. Auch Polizeidaten zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern.

Die AfD vertrat eine gegensätzliche Position. Die stellvertretende Vorsitzende Beatrix von Storch warf Esken vor, das Problem zu verharmlosen, und führte Schulgewalt direkt auf Migration zurück. AfD-Abgeordnete beriefen sich auf Fälle von Messerangriffen, Bedrohungen und religiösem Zwang in Klassenzimmern. Ihre Anträge – darunter Forderungen nach einer strengeren Erfassung von Schulgewalt und Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing – wurden zur Prüfung in die Ausschüsse überwiesen.

Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten zwar die Problematik an, kritisierten jedoch den Ansatz der AfD. Sie argumentierten, dass die Schuldzuweisung an Migration eine komplexe Thematik mit vielfältigen Ursachen vereinfache.

Die Debatte hat tiefe Gräben über die Ursachen von Schulgewalt offenbart: Während die AfD migrationsbezogene Lösungen fordert, betonen andere Parteien strukturelle Versäumnisse im System. Die Anträge werden nun in den parlamentarischen Ausschüssen weiter geprüft.

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