Sachsen-Anhalt setzt zunehmend auf ausländische Fachkräfte für die Wirtschaft
Antonio KlotzSachsen-Anhalt setzt zunehmend auf ausländische Fachkräfte für die Wirtschaft
In Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, deutlich erhöht. Seit 2015 hat sich die Anzahl der Betriebe mit internationalem Personal verdoppelt – mittlerweile ist fast jedes vierte Unternehmen auf sie angewiesen. Dieser Trend unterstreicht die wachsende Bedeutung ausländischer Fachkräfte für die Wirtschaft der Region.
Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer:innen in Sachsen-Anhalt vervierfacht. Mittlerweile stammen fast neun Prozent aller Beschäftigten im Land aus dem Ausland. Vor allem größere Unternehmen treiben diese Entwicklung voran, da sie eher internationale Arbeitskräfte einstellen als kleinere Betriebe.
Trotz dieses Wachstums beschäftigen jedoch noch immer fast drei Viertel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt keine ausländischen Mitarbeiter:innen. Dennoch verzeichnet die Region zwischen 2020 und 2025 den stärksten Zuwachs an ausländischen Beschäftigten in Ostdeutschland. Der Regionaldirektor der Bundesagentur für Arbeit für Sachsen-Anhalt–Thüringen betont, dass Zuwanderung weiterhin entscheidend sei, um die Zukunft des Arbeitsmarktes zu sichern.
Der Anstieg ausländischer Arbeitskräfte spiegelt einen Wandel auf dem Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalts wider. Immer mehr Unternehmen setzen auf internationale Fachkräfte, um langfristige Personalengpässe zu schließen. Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren die Zusammensetzung der Belegschaften in der Region prägen.






