RNN revolutioniert Tarifsystem: Pauschalpreise statt 182 Optionen ab 2026
Antonio KlotzRNN revolutioniert Tarifsystem: Pauschalpreise statt 182 Optionen ab 2026
Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) will nach über 25 Jahren mit einem komplizierten Preissystem seine Tarifstruktur vereinfachen. Das aktuelle Modell mit rund 100 Zonen und 14 Preiskategorien soll überarbeitet werden, um Tickets verständlicher und nutzerfreundlicher zu gestalten. Der Wandel erfolgt vor dem Hintergrund, dass das Deutschland-Ticket mittlerweile 72 Prozent der Einnahmen des Verbunds ausmacht.
Die Reform beginnt mit einer Pauschalpreisgestaltung für Zeitkarten. Wochen-, Monats- und Jahreskarten sollen künftig jeweils einen einheitlichen Preis für das gesamte RNN-Netz erhalten. Damit entfällt das bisherige System mit 182 verschiedenen Kombinationen aus Preiskategorien und Ticketarten für Dauerfahrkarten. Im neuen Modell bleiben nur noch sechs Optionen übrig.
Die erste Phase der Umstellung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Gelegentliche Fahrgäste nutzen vorerst weiterhin das bestehende zonengestützte System für Einzel- und Tageskarten, doch auch hier sind ab 2027 weitere Vereinfachungen vorgesehen. Eine der Neuerungen ist ein Jahresabo für Auszubildende, das voraussichtlich etwa 69 Euro monatlich kosten wird – vergleichbar mit dem aktuellen Deutschland-Ticket.
Die Anpassung folgt dem Erfolg des Deutschland-Tickets, das sich zu einer zentralen Einnahmequelle für den RNN entwickelt hat. Die Verantwortlichen wollen damit Verwirrung abbauen und gleichzeitig bezahlbare Tarife für Pendler sichern.
Die neuen Pauschal-Zeitkarten sollen Ende 2026 eingeführt werden und die Anzahl der Tarifoptionen von 182 auf sechs reduzieren. Das bestehende Zonensystem für Einzel- und Tageskarten bleibt vorerst bestehen, mit weiteren Änderungen ab 2027. Im Mittelpunkt der Reform steht eine klarere und gleichzeitig kosteneffiziente Preisgestaltung im Öffentlichen Verkehr.






