Rheinland-Pfalz streicht kostenloses Deutschlandticket für Schüler in den Sommerferien
Bert HenschelRheinland-Pfalz streicht kostenloses Deutschlandticket für Schüler in den Sommerferien
Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz erhalten in den Sommerferien kein kostenloses Deutschlandticket. Die Entscheidung stößt bei Bildungsgewerkschaften und politischen Gegnern auf Kritik. Sie werfen der Landesregierung vor, ein Wahlversprechen gebrochen zu haben, da die Gültigkeit des Tickets nicht über den Juli hinaus verlängert wurde.
Die Sommerferien in Rheinland-Pfalz dauern vom 29. Juni bis zum 7. August. Da das Deutschlandticket jeweils für einen vollständigen Kalendermonat gilt, bräuchten die Schülerinnen und Schüler eine Abdeckung für den Juli, um es durchgehend nutzen zu können. Doch das Land hat keine Lösung gefunden.
Der Schülerverkehr in der Region wird von den Kommunen organisiert. Die Finanzierung des Deutschlandtickets außerhalb der Schulzeiten bleibt für die Gemeinden freiwillig, was eine einheitliche Regelung erschwert. Das Verkehrsministerium betonte, eine landesweite Lösung erfordere verlässliche Finanzierung, organisatorische Machbarkeit und Fairness für alle Beteiligten.
Die GEW und der Landesschülerrat hatten sich dafür eingesetzt, dass das Ticket auch in den Ferien gültig bleibt. GEW-Landesvorsitzender Stefan Jakobs forderte die Regierung auf, eine klare, landesweite Regelung zu schaffen. Die Grünen-Landesvorsitzende Katrin Eder warf der neuen schwarz-roten Koalition vor, ihr Versprechen aufgegeben zu haben. Auch der Landesschülerrat kritisierte Ministerpräsident Gordon Schneider (CDU), ein Wahlkampfversprechen nicht eingehalten zu haben.
Ohne eine landesweite Einigung verlieren die Schülerinnen und Schüler den Zugang zum Deutschlandticket im Juli. Die fehlende Lösung überlässt die Verantwortung den Kommunen. Der Fall zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Umsetzung einheitlicher Verkehrsregelungen in der Region verbunden sind.






