26 April 2026, 20:24

Regierung scheitert an Transparenz bei Millionen-Förderung für NGOs

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit sichtbaren Wasserzeichen unten.

Regierung scheitert an Transparenz bei Millionen-Förderung für NGOs

Die Bundesregierung steht wegen ihrer Handhabung der Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der Kritik, nachdem sie eine parlamentarische Anfrage nicht vollständig beantworten konnte. Die AfD-Fraktion hatte detaillierte Angaben zu staatlichen Zuwendungen an Organisationen zwischen 2020 und 2026 angefordert. Beamte räumten ein, dass eine vollständige Antwort aufgrund veralteter Aktenführungssysteme nicht möglich sei.

Unterdessen kündigte Familienministerin Karin Prien eine umfassende Reform der Fördermittelvergabe ihres Ministeriums an und strich 200 Projektzuschüsse. Der Schritt löste Proteste bei betroffenen Gruppen aus, während eine vom Innenministerium veröffentlichte Förderliste auf bestimmte ideologische Schwerpunkte hindeutet.

Die AfD-Anfrage zielte auf Transparenz ab: Welche Organisationen erhielten öffentliche Gelder, und wofür? Die Regierung begründete ihre unvollständige Antwort damit, dass die Datenerfassung einen "unverhältnismäßigen" Aufwand bedeute. Viele Unterlagen lägen weiterhin nur in Papierform vor, was eine vollständige Übersicht unmache. Eine zentrale Datenbank fehle, sodass lediglich bruchstückhafte Einblicke in die Mittelvergabe bestünden.

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Das Innenministerium veröffentlichte zwar eine 39-seitige Tabelle mit einigen geförderten NGOs, darunter die sozialistische Jugendorganisation Die Falken und die Amadeu Antonio Stiftung, die Gelder für Projekte zu "Online-Hetze", "konservativen Christen" und "Verschwörungstheorien" erhielt. Auf der Liste standen auch das Institut für Widerstand im Postfordismus und Haki, beide als ideologisch geprägt beschrieben.

Eine Auswertung des Dokuments zeigte ein Ungleichgewicht: Der Begriff "Rechtsextremismus" tauchte 19-mal auf, während "Linksextremismus" und "Islamismus" jeweils nur zweimal erwähnt wurden. Innenminister Alexander Dobrindt hat seitdem die Förderung für einige linke NGOs gekürzt – eine Entscheidung, die bei den betroffenen Organisationen auf Kritik stößt.

Familienministerin Karin Prien kündigte unterdessen an, ihr Ministerium werde das Fördersystem umstrukturieren, wodurch 200 Projekte eingestellt werden. Der Schritt ist Teil einer Neuausrichtung der Förderprioritäten, wobei die genauen Auswahlkriterien unklar bleiben.

Die Unfähigkeit der Regierung, eine vollständige Übersicht über die NGO-Finanzierung vorzulegen, unterstreicht anhaltende administrative Defizite. Papierbasierte Systeme und lückenhafte Akten erschweren die Transparenz. Angesichts bereits umgesetzter Kürzungen und wachsender Kritik ist mit weiterer Prüfung der Förderentscheidungen zu rechnen.

Die Liste des Innenministeriums wirft zudem Fragen nach der ideologischen Ausgewogenheit öffentlicher Zuschüsse auf. Während die Ministerien ihre Unterstützung für bestimmte Projekte anpassen, wehren sich betroffene Organisationen weiterhin gegen die Veränderungen.

Quelle