Pirmasens testet Videoüberwachung am Exerzierplatz als Sicherheits-Pilotprojekt
Antonio KlotzVideoüberwachung geplant als Pilotprojekt in Pirmasens - Pirmasens testet Videoüberwachung am Exerzierplatz als Sicherheits-Pilotprojekt
Pirmasens startet Pilotprojekt zur Videoüberwachung am Exerzierplatz
In Pirmasens soll demnächst ein Pilotprojekt zur Videoüberwachung auf dem Exerzierplatz an den Start gehen, einem örtlichen Platz, der oft als unsicher gilt. Ziel der Maßnahme ist es, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen, Vandalismus einzudämmen und illegale Müllentsorgung zu unterbinden. Es handelt sich um das erste Projekt dieser Art in Rheinland-Pfalz – begleitet wird es von einer wissenschaftlichen Studie, die die Auswirkungen untersuchen soll.
Innenminister Michael Ebling traf sich kürzlich mit Vertretern der Stadtverwaltung und der Polizei in Pirmasens, um über Fragen der öffentlichen Sicherheit zu beraten. Aus den Gesprächen ging der Plan für das Pilotprojekt hervor, das zudem eine verbesserte Beleuchtung vorsieht sowie Erhebungen dazu, wie die Bevölkerung das Sicherheitsgefühl wahrnimmt.
Bisher gibt es in der Region keinen direkten Nachweis dafür, dass Überwachungskameras die Kriminalität verringern. Zwar sank die Gesamtkriminalität in Rheinland-Pfalz 2025 – darunter ein Rückgang bei Diebstählen um 3,1 % –, doch steht dies in keinem Zusammenhang mit dem Einsatz von Kameras. Im Rahmen des Pirmasenser Projekts sollen nun Rückmeldungen und Kriminalitätsstatistiken ausgewertet werden, auch wenn noch keine Daten vorliegen.
Seit Rheinland-Pfalz 2021 das Netzwerk "Städtische Sicherheit" einführte, haben keine anderen Städte oder Gemeinden konkrete Erfolge durch ähnliche Vorhaben gemeldet. Pirmasens erhofft sich von seinem Ansatz jedoch, einen neuen Standard für den Ausgleich zwischen Sicherheit und öffentlicher Wahrnehmung zu setzen.
Das Pilotprojekt wird unter wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt, doch sein Nutzen ist noch nicht belegt. Sollte es sich bewähren, könnte es künftige Sicherheitsmaßnahmen in der Region prägen. Derzeit liegt der Fokus darauf, Daten zu sammeln und die Reaktionen der Anwohnerinnen und Anwohner zu bewerten.






