Pflegeversicherung vor Finanzkrise: Warken plant Beitragserhöhungen bis Mai
Bert HenschelPflegeversicherung vor Finanzkrise: Warken plant Beitragserhöhungen bis Mai
Deutschlands Pflegeversicherung steuert auf eine wachsende Finanzkrise zu. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat angekündigt, bis Mitte Mai die Beiträge zu erhöhen und Reformen einzuleiten. Ohne Gegenmaßnahmen droht dem System innerhalb von zwei Jahren ein Defizit von über 22 Milliarden Euro.
Seit Jahren gibt die soziale Pflegeversicherung mehr aus, als sie einnimmt. Warken führt die aktuellen Probleme auf die Ausweitung der Leistungen durch ihre Vorgänger zurück. Trotz der angespannten Haushaltslage betonte sie, dass die bestehenden Pflegegrade unverändert bleiben werden.
Das Reformpaket der Ministerin sieht neben Beitragserhöhungen auch Sparmaßnahmen vor. Derzeit zahlen Arbeitnehmer mit einem Bruttomonatseinkommen über 5.812 Euro zusätzliche Abgaben. Warkens Pläne zielen darauf ab, die Finanzierung zu stabilisieren, ohne die Unterstützung für Bedürftige zu kürzen.
Die anstehenden Reformen sollen das bis 2026 erwartete Defizit von über 22 Milliarden Euro abfedern. Im Mittelpunkt von Warkens Vorhaben steht die Erhöhung der Beiträge bei gleichbleibendem Leistungsniveau. Die endgültigen Vorschläge sollen in den kommenden Wochen vorgestellt werden.






