22 March 2026, 16:22

NRW-Bauministerin Scharrenbach steht wegen toxischem Arbeitsklima in der Kritik

Ein Mann in einem weißen Kleid und einer Mütze sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen und spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind; ein weiterer Mensch mit Brille ist rechts von ihm, mit einer Tür und einer Wand im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - NRW-Bauministerin Scharrenbach steht wegen toxischem Arbeitsklima in der Kritik

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach gerät wegen Führungsstils zunehmend in die Kritik

Vorwürfe wegen Mobbing und eines toxischen Arbeitsklimas in ihrem Ministerium häufen sich bereits lange vor der Bundestagswahl 2025. Berichten zufolge hat sich die Stimmung unter den Mitarbeitenden seit ihrer Amtsübernahme im Jahr 2022 deutlich verschlechtert.

Als Scharrenbach 2022 die Leitung der digitalen Landesverwaltung übernahm, wich anfängliche Zuversicht bald weitverbreiteter Unzufriedenheit. Bis 2026 beschrieben Angestellte eine Atmosphäre der Angst, übermäßigen Drucks und Erschöpfung. In einigen Teams lag die Fluktuationsrate bei bis zu 30 Prozent, während zentrale Digitalprojekte – wie die verzögerte Einführung von Polizeisoftware – unter ihrer Führung ins Stocken gerieten.

Im Januar 2025 warnte ein Personalvertreter einer Behörde den Chef der Staatskanzlei vor Fehlverhalten im Ministerium. Später veröffentlichte Der Spiegel interne Dokumente, die eine Kultur der Einschüchterung beschreiben. Ein anonymer hochrangiger Beamter erklärte: "Diese Frau hat mich zerstört."

Mittlerweile hat Scharrenbach die Kritik eingeräumt. Sie gab zu, dass ihr persönlicher Führungsstil nicht immer fair mit den Mitarbeitenden umgegangen sei. Als Reaktion schlug sie gemeinsame Gespräche mit betroffenen Beschäftigten und dem Personalrat vor. Zudem bot sie Einzelgespräche an, um die Bedenken direkt anzugehen.

Die Probleme traten erstmals während der Umstrukturierung der Digitalabteilung zu Beginn der Legislaturperiode zutage. Trotz früher Warnungen hielten die Missstände an – mit der Folge, dass sich Whistleblower öffentlich zu Wort meldeten und Reformen gefordert wurden.

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Scharrenbach hat nun konkrete Maßnahmen vorgestellt, um die Führungsprozesse in ihrem Ministerium zu verbessern. Dazu gehören eine stärkere Einbindung der Mitarbeitendenvertretung und ein offener Dialog mit den Beschäftigten. Die Schritte folgen auf Jahre der Beschwerden, hoher Fluktuation und gescheiterter Projekte unter ihrer Verantwortung.

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