29 June 2026, 10:20

Massenrücktritt im bayerischen Mittelstand: Warum die Union ihre Basis verliert

Zerbricht die Mittelstandsunion? Vorstand im bayerischen Landkreis tritt zurück

Massenrücktritt im bayerischen Mittelstand: Warum die Union ihre Basis verliert

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Die Rücktritte unterstreichen die wachsende Unzufriedenheit unter den Vertretern kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Diese werfen der Organisation vor, ihre Anliegen nicht mehr ausreichend zu berücksichtigen.

Zu den Rücktrittswilligen zählen Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann sowie Sascha Rödel. In ihrem Rücktrittsschreiben begründeten sie, dass sich Unternehmer von der Mittelstandsunion nicht mehr vertreten fühlten. Zudem sahen sie sich außerstande, unter dem Dach der CSU glaubwürdig für die Interessen des Mittelstands einzutreten.

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Der Vorstand nannte mehrere Gründe für seinen Schritt. Dazu zählen die zunehmende Bürokratie, steigende Sozialabgaben und explodierende Energiekosten. Besonders kritisierten sie die Rentenpolitik der Mittelstandsunion. Darüber hinaus verlören demokratische Prozesse innerhalb der Organisation an Glaubwürdigkeit, da Entscheidungen oft bereits vorab feststünden.

Die Kritik beschränkt sich nicht auf den lokalen Verband. Auch auf regionaler und Landesebene nehme das Engagement für KMU-Themen ab. Durch den massenhaften Rücktritt bleibt die Mittelstandsunion im Landkreis Hof ohne Führung. Die ausgeschiedenen Mitglieder hatten das Gefühl, keinen nennenswerten Einfluss auf die Gestaltung mittelstandsrelevanter Politiken zu besitzen. Ihr Rückzug verdeutlicht die grundsätzliche Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der Organisation.

Quelle