Gipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt grünes Licht – unter strengen Auflagen
Antonio KlotzGipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt grünes Licht – unter strengen Auflagen
Die Regierung Unterfrankens hat erklärt, dass der Gipsabbau in der Region ohne unkontrollierbare Risiken erfolgen könne – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Das von der Firma Knauf geplante Vorhaben sieht vor, über 50 Jahre hinweg jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Bergbehörde Nordbayern, die bis Ende des Jahres erwartet wird.
Knauf plant, unterirdische Gipsvorkommen in einem Gebiet abzubauen, das für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden von zentraler Bedeutung ist. Die Bewertung der Regierung kommt zu dem Schluss, dass verbleibende Risiken beherrschbar seien, sofern der Abbau bei einem Absinken des Grundwasserspiegels sofort gestoppt werde. Knauf begrüßte die Einschätzung als fachliche Bestätigung der Sicherheit des Projekts.
Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens wurden 79 Behörden angehört und 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft. Eine Online-Petition gegen das Bergbauprojekt sammelte zudem über 5.600 Unterschriften. Trotz dieser Widerstände kritisiert die Partei Bündnis 90/Die Grünen die Risikobewertung und wirft vor, die Gefahren für das Trinkwasser würden verharmlost.
Die Würzburger Regierung hat angekündigt, dass Knauf nur unter strengen Auflagen mit dem Abbau beginnen dürfe. Das weitere Vorgehen hängt nun vom Beschluss der Bergbehörde Nordbayern ab. Dessen Entscheidung wird darüber entscheiden, ob das Projekt realisiert wird. Bei einer Genehmigung müsste Knauf die Förderung unter strenger Aufsicht durchführen, um Schäden für die lokale Wasserversorgung zu vermeiden. Das Ergebnis wird sowohl die Unternehmenspläne als auch die Trinkwassersicherheit der Region prägen.
