Marzahn Pride Week feiert siebte Auflage mit Fokus auf queere Geflüchtete und Migrant:innen
Stilla SagerMarzahn Pride Week feiert siebte Auflage mit Fokus auf queere Geflüchtete und Migrant:innen
Marzahn Pride Week bereitet sich auf die siebte Auflage vor – mit dem Umzug als Höhepunkt
Die Veranstaltung will auf die Herausforderungen aufmerksam machen, denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk gegenüberstehen. Trotz fehlender akuter rechtsextremer Bedrohungen in diesem Jahr bleiben Organisator:innen und lokale Verantwortliche wachsam.
Der Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, und Gordon Lemm. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.
Quarteera e.V., der ausrichtende Verein, setzt sich für queere Communities aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Im vergangenen Jahr sah sich die Veranstaltung mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Zwar gibt es 2024 bisher keine Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen, doch warnt Krah vor falscher Sicherheit.
2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland mit Angriffen, Störungen oder Einschüchterungen konfrontiert. Auch die Meldestelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnete in Marzahn einen Anstieg körperlicher Übergriffe und rechtsextremer Propaganda.
Der Umzug und das Fest finden wie geplant statt. Die Organisator:innen beobachten die Lage weiterhin genau. Im Mittelpunkt steht die Sichtbarmachung und Solidarität mit queeren Geflüchteten und Migrant:innen angesichts wachsender Diskriminierung.






