Mainz verschärft Marktregeln nach Streit um unlauteren Wettbewerb
Mainz verschärft Regeln für den Morgenmarkt nach Kritik an unlauterem Wettbewerb
Die Stadt Mainz hat strenge Vorschriften für ihren traditionellen Morgenmarkt eingeführt, um Bedenken wegen unlauteren Wettbewerbs mit lokalen Restaurants entgegenzuwirken. Die Maßnahmen umfassen unter anderem Begrenzungen der Öffnungszeiten sowie ein Verbot des Lebensmittelverkaufs durch Winzer. Der Schritt folgt Beschwerden einiger Altstadtrestaurants und politischer Vorstöße der AfD-Fraktion im Stadtrat.
Die AfD argumentierte, der Markt führe zu Umsatzeinbußen bei angrenzenden Gastronomiebetrieben und begünstige alkoholisiertes Fehlverhalten. Auch mehrere Wirte aus der Altstadt hatten sich – anonym – beim Merkurist über die Situation beklagt. Die Stadtverwaltung betont jedoch, es gebe keine Belege für Störungen oder wirtschaftliche Nachteile für ansässige Unternehmen.
Nach den neuen Regelungen müssen die Marktveranstalter dieselben Auflagen erfüllen wie klassische Restaurants, darunter Lärmschutz, Hygiene- und Reinigungsvorgaben. Die Stadt beharrt darauf, dass die Mehrheit der Rückmeldungen positiv ausfalle: Viele Bürger und Händler sehen im Markt einen wichtigen Frequenzbringer für die stationäre Gastronomie.
Laut Behörden ist der einzige namentlich bekannte Kritiker zuvor selbst an einem Marktstand interessiert gewesen, habe jedoch nie einen offiziellen Antrag gestellt.
Mit den verschärften Kontrollen will die Stadt für faire Wettbewerbsbedingungen und öffentliche Ordnung sorgen. Marktbeschicker müssen sich nun an dieselben Regeln halten wie etablierte Gastronomen. Trotz vereinzelter Einwände überwiege die Zustimmung zur wirtschaftlichen Bedeutung des Marktes für die Region, heißt es seitens der Verwaltung.






