Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenzonen gegen Crack-Welle und Kriminalität
Antonio KlotzKöln und Düsseldorf fordern legale Drogenzonen gegen Crack-Welle und Kriminalität
Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf drängen auf eine Reform der Drogenpolitik. Sie fordern die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ausgewiesenen Zonen, um die wachsende Suchtproblematik und Kriminalität einzudämmen. Torsten Burmester und Stephan Keller haben eine rechtliche Prüfung ihrer Pläne angemahnt.
In Köln hat sich der Neumarkt zu einem Brennpunkt für Drogenkonsumenten entwickelt, was Anwohner und Geschäftsleute stark belastet. Torsten Burmester (SPD) berichtete, dass sich die Menschen in der Nachbarschaft und die Ladenbesitzer von der Situation emotional erschöpft fühlten. Ein Grund für die Zuspitzung ist der Aufstieg von Crack, das mittlerweile in Großstädten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt die am weitesten verbreitete illegale Droge ist.
Ähnliche Probleme beobachtet Stephan Keller (CDU) in Düsseldorf, wo Abhängige häufig zu aggressivem Betteln, Diebstahl oder Prostitution greifen, um ihren Crack-Konsum zu finanzieren. Beide Oberbürgermeister sind überzeugt, dass die Legalisierung von Mikrohandel in kontrollierten Konsumräumen die Kriminalität verringern und den Druck auf den öffentlichen Raum mindern könnte. Sie haben die Minister von Nordrhein-Westfalen in einem Schreiben um eine rechtliche Einschätzung gebeten.
Keller schlägt medizinisch betreute Einrichtungen vor, in denen schwerstabhängige Nutzer kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen könnten. Die Oberbürgermeister argumentieren, dass eine bundesweite Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes solche Modelle erst ermöglichen würde.
Ziel des Vorhabens ist es, die wachsenden Herausforderungen durch Crack-Sucht in städtischen Gebieten zu bewältigen. Bei einer Genehmigung würde der kontrollierte Drogenhandel an bestimmten Orten erlaubt. Die Oberbürgermeister hoffen, dass dieser Ansatz die öffentliche Sicherheit verbessert und Suchtkranke besser in Hilfsangebote vermitteln kann.






