Kohleausstieg in Gefahr: Merz will Kraftwerke länger am Netz halten
Bernd-Dieter RingKohleausstieg in Gefahr: Merz will Kraftwerke länger am Netz halten
Deutschlands Kohleausstieg droht Verzögerung – Merz will Kraftwerke länger laufen lassen
Der geplante Kohleausstieg Deutschlands könnte sich verzögern, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angedeutet hat, Kohlekraftwerke länger als vorgesehen in Betrieb zu halten. Seine Äußerungen stoßen auf Widerstand bei den Grünen, die Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) auffordern, am ursprünglichen Zeitplan für die Stilllegung der Braunkohleförderung in der Lausitz festzuhalten.
Die Region Lausitz, auch als Lausitz bekannt, steht mitten in einem tiefgreifenden Wandel, während Deutschland sich von der Braunkohle verabschiedet. Nach aktuellem Stand sollen die Kraftwerke bis 2038 abgeschaltet werden, wobei der Energiekonzern LEAG für die Stilllegung seiner Standorte in Cottbus rund 1,75 Milliarden Euro als Ausgleich erhält. Merz warnte jedoch, dass Energieengpässe einige Anlagen über das geplante Ende hinaus am Netz halten könnten.
Der Kanzler betonte die Notwendigkeit, die Stromversorgung Deutschlands zu sichern, und forderte einen schnelleren Bau von Gaskraftwerken. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass der Termin für den Kohleausstieg verschoben werden könnte – ein Vorhaben, das bei Umweltschützern auf scharfe Kritik stößt.
Die Grünen drängen Woidke, Planungssicherheit für Beschäftigte und Investitionen im Rahmen des Strukturwandels der Region zu gewährleisten. Zwar sind die genauen Kosten für die Transformation der Lausitz noch unklar, doch einzelne Projekte wie die Sanierung der Lausitzhalle 2021 wurden mit rund 20 Millionen Euro veranschlagt. Die Partei besteht darauf, dass jede Verzögerung die Fortschritte bei der Abkehr von der Kohle gefährden würde.
Die Debatte um den Kohleausstieg kreist nun um die Frage, wie sich Versorgungssicherheit und Klimaziele in Einklang bringen lassen. Merz' Vorschlag, die Laufzeit von Kohlekraftwerken zu verlängern, steht im Widerspruch zur Forderung der Grünen nach einem verbindlichen Ausstiegsdatum 2038. Die Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, wie schnell die Lausitz ihren Wandel vollzieht – und wie hoch die Entschädigungen für Unternehmen wie LEAG letztlich ausfallen.






