15 May 2026, 06:22

KNDS verhandelt mit Mercedes über Rüstungsproduktion in Ludwigsfelde – Zukunft des Werks ungewiss

Militärisches Personalfahrzeug mit montierter Kanone, das auf einer Straße neben einem Wald fährt.

KNDS verhandelt mit Mercedes über Rüstungsproduktion in Ludwigsfelde – Zukunft des Werks ungewiss

Der Rüstungskonzern KNDS führt Gespräche mit Mercedes-Benz über das Werk in Ludwigsfelde in Deutschland. Die Verhandlungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Automobilhersteller plant, die Produktion seiner Sprinter-Transporter bis 2030 nach Polen zu verlagern. Bisher gibt es noch keine endgültige Einigung über die Zukunft des Standorts.

Im Rahmen des möglichen Deals könnte ein Teil des Werks an KNDS verpachtet werden, um dort militärische Fahrzeuge herzustellen. Unterdessen plant die Bundeswehr, in naher Zukunft bis zu 3.000 gepanzerte Boxer-Fahrzeuge zu bestellen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mercedes-Benz hatte angekündigt, die Produktion der Sprinter-Transporter von Ludwigsfelde nach Jawor in Polen bis etwa 2030 zu verlegen. Diese Verlagerung lässt die Zukunft des deutschen Standorts ungewiss. Das Unternehmen prüft nun verschiedene Optionen, darunter ein mögliches Pachtabkommen mit KNDS.

Der Rüstungshersteller hat in den letzten Jahren seine Produktionskapazitäten kontinuierlich ausgebaut. 2021 übernahm KNDS das Werk von Alstom in Görlitz. Nun evaluiert das Unternehmen auch den Kauf des Volkswagen-Werks in Osnabrück, wo die Produktion 2027 enden soll.

KNDS plant, seine Kapazitäten mit Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Das Unternehmen steht in Verhandlungen mit mehreren Firmen, um zusätzliche Produktionsflächen zu sichern. Die anstehende Bestellung der Bundeswehr für gepanzerte Boxer-Fahrzeuge könnte die Nachfrage nach erweiterten Kapazitäten zusätzlich steigern.

Ein mögliches Abkommen mit Mercedes-Benz wäre ein weiterer Schritt in der Wachstumsstrategie von KNDS. Sollte eine Einigung zustande kommen, könnte das Werk in Ludwigsfelde zu einem zentralen Standort für die Produktion militärischer Fahrzeuge werden. Gleichzeitig bleibt das Volkswagen-Werk in Osnabrück eine Option, während das Unternehmen nach Möglichkeiten sucht, seine Kapazitäten zu erhöhen.

Quelle