Jubiläumswettbewerb feiert Operetten-Renaissance mit spektakulärem Finale
Bernd-Dieter RingJubiläumswettbewerb feiert Operetten-Renaissance mit spektakulärem Finale
10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler endet mit Gala-Konzert
Der 10. Internationale Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller ist mit einem festlichen Gala-Konzert zu Ende gegangen, bei dem Finalisten und etablierte Stars des Genres auftraten. In diesem Jahr bewarben sich über hundert Teilnehmer aus Russland, Belarus und Usbekistan. Erstmals seit Jahren überstieg die Zahl der Operetten-Darbietungen leicht die der Musical-Aufführungen.
Der Wettbewerb, der in diesem Jahr sein zehntes Jubiläum feierte, hat im Laufe der Zeit unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Während in den Vorjahren das Musical dominierte, lagen diesmal mit 56 Operetten- gegen 50 Musical-Aufführungen die klassischen Stücke vorn. Unter den Teilnehmern waren vor allem Studierende von Musikhochschulen, von denen viele ihre Auftritte modern interpretierten – manche Heldinnen traten mit Gewehren auf oder verkleideten sich als Cowboys.
Die Jury entschied sich in diesem Jahr gegen die Vergabe eines Grand Prix. Stattdessen vergab sie eine ungewöhnlich hohe Anzahl weiterer Preise, darunter Auszeichnungen, die an legendäre Künstler wie Kirill Streschnew, Rimma Antonowa und Eduard Scherder erinnern. Georgi Isaakjan, Jurymitglied, lobte das hohe Niveau der Operetten-Darbietungen und zeigte sich optimistisch für die Zukunft des Genres.
Das Gala-Konzert präsentierte sowohl Finalisten als auch arrivierte Stars und wurde landesweit übertragen. Die Veranstalter betonten, dass zwar nicht alle Teilnehmer an diesem Tag ihre beste Leistung zeigten, viele jedoch deutlich Talent und Potenzial erkennen ließen.
Der Wettbewerb unterstrich ein wiedererwachtes Interesse an der Operette, die erstmals seit Jahren mehr Einsendungen als das Musical verzeichnete. Gleichzeitig festigte die Veranstaltung die Verbindung zwischen klassischer Ausbildung und modernen Aufführungsstilen. Die nächste Ausgabe wird voraussichtlich an die erweiterte Preisstruktur und die größere Teilnehmerzahl dieses Jahres anknüpfen.






