17 June 2026, 18:41

Italo startet in Deutschland – Pro Bahn fordert faire Regeln für alle

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr

Italo startet in Deutschland – Pro Bahn fordert faire Regeln für alle

Italo dringt in den deutschen Fernverkehrsmarkt ein – eine Entwicklung, die der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt. Die Organisation sieht darin eine Chance, das Angebot zu verbessern, betont jedoch die Notwendigkeit fairer Wettbewerbsbedingungen und bundesweiter Vorteile für Reisende.

Italo plant, auf stark nachgefragten Strecken wie Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München zu verkehren. Pro Bahn unterstützt zwar die neue Konkurrenz, warnt aber davor, dass sich Anbieter ausschließlich auf lukrative Verbindungen konzentrieren. Andernfalls drohten strukturschwache Regionen noch stärker abgehängt zu werden.

Der Verband fordert ein einheitliches Tarifsystem für alle Fernverkehrsanbieter. Zudem sollen Zeitkarten und Rabattmodelle wie die BahnCard 100 bei allen Betreibern gelten. Pro Bahn pocht darauf, dass der Ausbau des Fernverkehrs nicht zu Lasten des Regionalverkehrs gehen darf.

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Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender von Pro Bahn, unterstrich, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen im Land zugutekommen müsse. Die Organisation verlangt klare politische Rahmenbedingungen für faire Konkurrenz und die Schaffung einer unabhängigen nationalen Behörde, die Fernverkehrsstrecken vergibt.

Die Forderungen von Pro Bahn zielen darauf ab, Expansion und Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Neue Anbieter wie Italo würden zwar mehr Wahlmöglichkeiten schaffen, doch müssten Regulierungen den Regionalverkehr schützen und gleiche Zugangschancen sichern. Im Mittelpunkt der Vorschläge steht die bundesweite Qualität der Verkehrsleistungen.

Quelle