Hertha BSC siegt dramatisch in Unterzahl – 16-Jähriger bricht Bundesliga-Rekord
Antonio KlotzHertha BSC siegt dramatisch in Unterzahl – 16-Jähriger bricht Bundesliga-Rekord
Hertha BSC Berlin sichert sich dramatischen 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth in der 2. Bundesliga – trotz fast durchgehender Unterzahl
Trotz eines Platzverweises und fast 60 Minuten in Unterzahl feierte Hertha BSC Berlin einen spektakulären 2:1-Erfolg gegen Greuther Fürth in der 2. Bundesliga. Das Spiel markierte zugleich den Abschied von Verteidiger Toni Leistner, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, während der Klub einen umfassenden Kaderumbruch vorbereitet. Gleichzeitig schrieb der 16-jährige Kennet Eichhorn Geschichte, indem er zum jüngsten Torschützen der Ligageschichte avancierte.
Die Partie nahm für Hertha bereits in der 32. Minute eine ungünstige Wende, als Josip Brekalo mit Rot vom Platz flog. Die Berliner mussten fast die gesamte zweite Halbzeit mit zehn Mann bestreiten und zeigten dabei beachtliche Moral gegen die Fürther.
Eichhorn wurde zum Star des Abends, als er einen 39 Jahre alten Rekord brach: Mit 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen ist er nun der jüngste Torschütze in der Geschichte der 2. Bundesliga. Sein Treffer gelang nach einer cleveren Körperfinte, die Fürths Abwehrspieler Reno Münz aus dem Konzept brachte – aus zehn Metern traf er dann unhaltbar. Damit unterbot er Gunther Reegs Bestmarke aus dem Jahr 1985 um 52 Tage. Teamkollege Fabian Reese feierte Eichhorn später als den „Finten-König aus Brandenburg“ und prophezeite ihm eine glänzende Zukunft.
Michael Cuisance erhöhte mit dem 2:0 und sicherte Herthas Führung. Fürth gelang zwar in der 88. Minute durch Noel Futkeu noch der Anschlusstreffer, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden.
Abseits des Platzes verabschiedete sich mit Toni Leistner ein langjähriger Verteidiger, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Die Fans würdigten ihn mit Transparenten und Gesängen während der gesamten Partie. Leistner zeigte sich zwar enttäuscht über das Ende seiner Zeit beim Klub, nahm die Entscheidung aber mit Anstand hin – und ließ durchblicken, dass eine künftige Rolle bei Hertha nicht ausgeschlossen sei.
Der Sieg hält Hertha im Rennen, während der Verein eine Übergangsphase durchläuft. Eichhorns Rekordtreffer bleibt ein unvergesslicher Moment, doch Leistners Abschied leitet zugleich den Beginn eines größeren Kaderumbaus ein. Nun blickt das Team auf weitere Veränderungen vor der neuen Saison.






