Hammer Raumstylisten vor dem Aus – Räumungsverkäufe starten im April
Bernd-Dieter RingHammer Raumstylisten vor dem Aus – Räumungsverkäufe starten im April
Hammer Raumstylisten GmbH scheitert an Investorensuche – Zukunft ungewiss
Die Hammer Raumstylisten GmbH hat es nicht geschafft, eine tragfähige Investorenlösung zu finden, sodass die Zukunft des Unternehmens weiter in der Schwebe hängt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer bestätigte, dass die Verhandlungen mit den beiden verbleibenden potenziellen Käufern ins Stocken geraten seien. Da keine Rettungslösung in Sicht ist, wird das Unternehmen nun mit Räumungsverkäufen vorangehen, um die Liquidität zu sichern.
Der Einrichtungsfachhändler betrieb nach der ersten Insolvenz ursprünglich rund 90 Filialen. Seit Beginn des aktuellen Verfahrens wurden bereits 46 Standorte geschlossen, 41 sind noch geöffnet. An diesen verbleibenden Filialen starten ab dem 1. April Räumungsverkäufe, während fünf Standorte bereits seit dem 16. März mit der Abwicklung begonnen haben.
Der Insolvenzverwalter betonte, dass die Lohnforderungen der etwa 1.100 Mitarbeiter bis März 2026 durch Insolvenzgeld abgedeckt seien. Ohne einen Käufer müsse sich das Unternehmen jedoch auf die Erlöse aus den Abverkäufen stützen, sobald diese Leistungen auslaufen. Trotz des Rückschlags werde der M&A-Prozess zwar fortgesetzt, die Aussichten, Hammer als Fachhandelsmarke zu erhalten, gelten jedoch als gering.
Meyer wies darauf hin, dass einige Investoren Interesse an den 41 verbleibenden Standorten für alternative Geschäftskonzepte gezeigt hätten. Konkrete Branchen oder Pläne wurden jedoch nicht genannt, und es gibt bisher keine greifbaren Ergebnisse. Die Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens ist für den 1. April 2026 vorgesehen.
Hammer Raumstylisten wird sich nun auf den Verkauf der Lagerbestände konzentrieren, um Mittel zu beschaffen. Die verbleibenden Filialen werden unter Abwicklungsbedingungen weiterbetrieben – eine unmittelbare Lösung, um die Marke zu erhalten, gibt es nicht. Die Mitarbeiter erhalten zwar noch ein Jahr lang Insolvenzgeld, doch das langfristige Überleben des Unternehmens bleibt fraglich.






