Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für Millionenprojekt
Antonio KlotzHalle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für Millionenprojekt
Halle (Saale) plant Abriss der beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029
Die Stadt will die beiden erhöhten Autobahnbrücken am Riebeckplatz bis 2029 abreißen, da ihre Lebensdauer abgelaufen ist und sie einem großen Neubauprojekt im Weg stehen. Gleichzeitig haben die Behörden damit begonnen, ähnliche Bauwerke in der Stadt zu überprüfen.
Der Abriss der Riebeckplatz-Brücken schafft Platz für das geplante Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation, ein Millionenprojekt, das den Handlungsdruck erhöht hat.
Nach dem Einsturz der Carola-Brücke in Dresden im vergangenen Jahr ordnete die hallesche Stadtverwaltung dringende Kontrollen an ihren eigenen Spannbetonkonstruktionen an. Besonders im Fokus steht die Franckeplatz-Hochstraße, die Altstadt und Neustadt verbindet und nach demselben Bauprinzip errichtet wurde. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung, bestätigte, dass die Brücke derzeit stabil sei. Sie sei auf Basis verbesserter Entwürfe und früherer Erfahrungen gebaut worden.
Aktuell sehen die Verantwortlichen keine akute Gefahr bei der Franckeplatz-Brücke. Einen Verzicht auf die wichtige Verkehrsverbindung schlossen sie aus. Stattdessen sollen alle Brücken – darunter auch die über Saale und Elisabethsaale – engmaschig überwacht werden. Da Schäden an Spannbeton oft schwer zu erkennen sind, konzentrieren sich die Prüfungen auf sichtbare Risse an der Oberfläche.
In den kommenden Jahren muss eine langfristige Lösung für die Zukunft der Strecke erarbeitet werden. Wenn es soweit ist, sollen die Flussbrücken durch baugleiche Konstruktionen ersetzt werden, um die Kontinuität zu wahren.
Die Riebeckplatz-Brücken werden bis 2029 weichen, um Platz für die Neuentwicklung zu machen. Andere Bauwerke wie die Franckeplatz-Hochstraße bleiben unter Beobachtung, gelten aber als sicher. Die Stadt wird ihre alternde Infrastruktur weiterhin prüfen und bei Bedarf erneuern.
