Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz alter Bausubstanz
Bernd-Dieter RingGorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz alter Bausubstanz
Atomanlage Gorleben: Lager für nuklearen Abfall bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Die deutsche Atommüll-Zwischenlagerstätte Gorleben wird voraussichtlich noch zwei Jahrzehnte länger betrieben. Die Entscheidung fällt kurz vor dem Ablauf der aktuellen Genehmigung im Jahr 2034 – nach vierzig Jahren Nutzung. Umweltverbände haben bereits Kritik an der Verlängerung geäußert.
Das Lager Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet. Seine Bauweise weist dünnere Wände und Decken auf als moderne Anlagen. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, die in dreizehn Transporten zwischen 1995 und 2011 angeliefert wurden. Jeder dieser Transporte löste massive Proteste aus.
Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitserfordernissen und dem Erhalt von Fachwissen. Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für den Atommüll spielten ebenfalls eine Rolle. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird das Genehmigungsverfahren steuern; alle zehn Jahre sind Sicherheitsüberprüfungen vorgeschrieben.
Durch die Verlängerung bleibt Gorleben mindestens bis 2054 in Betrieb. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Sicherheitsstandards gewährleisten. Die Anlage wird den Atommüll so lange aufbewahren, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.
