19 June 2026, 20:19

FDP-Spitzenkandidatin sagt Debatte nach Junge Freiheit-Interview ab

Aus der Diskussion gezogen

FDP-Spitzenkandidatin sagt Debatte nach Junge Freiheit-Interview ab

Sabine Döring hat eine geplante Debatte mit dem FDP-Bundesgeschäftsführer Martin Hagen abgesagt. Der Schritt erfolgte, nachdem Hagen ein Interview mit der Jungen Freiheit gegeben hatte, einem Medium, dem eine Nähe zu AfD-Sympathisanten nachgesagt wird. Die Absage hat eine Diskussion über politisches Engagement und Parteitreue ausgelöst.

Dörings Rückzug war eine direkte Reaktion auf Hagens Auftritt in der Jungen Freiheit. Sie wollte damit Wähler davon abhalten, den Bundesgeschäftsführer zu unterstützen. Auch andere FDP-Politiker haben in der Vergangenheit mit dem Magazin gesprochen oder für es geschrieben.

Bei der Bundestagswahl 2025 wechselten fast 900.000 Wähler von der FDP zur AfD. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend wider: In den letzten Jahren hat die FDP zunehmend Wähler an die AfD verloren. Trotz dieser Entwicklung hat Hagen die AfD in Interviews wiederholt scharf kritisiert.

Befürworter von Dörings Entscheidung loben die Absage. Manche sehen darin ein Symptom für ein grundlegendes Problem: die abnehmende Fähigkeit, offene Debatten zu führen. Die abgesagte Diskussion unterstreicht die Spannungen innerhalb der FDP über die Wahl der Medien. Hagen bleibt trotz der Kontroverse ein entschiedener Gegner der AfD. Die Partei steht weiterhin vor der Herausforderung, Wähler in einer Zeit sich verschiebender politischer Loyalitäten zu halten.

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