FDP-Politiker Hagen löst mit Junge-Freiheit-Interview Parteistreit aus
Antonio KlotzFDP-Politiker Hagen löst mit Junge-Freiheit-Interview Parteistreit aus
FDP-Politiker Martin Hagen steht in der Kritik, weil er der rechtsextremen Publikation Junge Freiheit ein Interview gegeben hat. Sowohl Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als auch Sabine Döring äußerten scharfe Ablehnung gegenüber seiner Entscheidung. Die Kontroverse hat innerhalb der Partei eine Debatte über den Umgang mit rechtsextremen Medien ausgelöst.
Hagen verteidigte sein Gespräch mit der Jungen Freiheit und beharrte darauf, dass das Blatt weder unseriös noch verfassungsfeindlich sei. Zudem warf er der Gesellschaft vor, während der Amtszeit Angela Merkels die Fähigkeit zu einer sachlichen Debattenkultur verloren zu haben.
Leutheusser-Schnarrenberger verurteilte Hagens Schritt und warnte, dies berge die Gefahr, die rechtsextreme AfD zu normalisieren. Sie betonte, die Partei werde von ethnonationalistischen und antiwestlichen Ideologen gesteuert. Hagen wies daraufhin jede Zusammenarbeit mit der AfD zurück.
Sabine Döring zog sich aus Protest von einer FDP-veranstalteten Podiumsdiskussion zurück. Ihre Entscheidung unterstreicht die wachsende Unruhe unter Parteimitgliedern über die Auswahl der Diskussionsplattformen.
Der Streit zeigt die Spannungen innerhalb der FDP beim Umgang mit rechtsextremen Medien auf. Hagens Interview löste öffentliche Kritik und den Rückzug von einer Parteiveranstaltung aus. Nun steht die FDP vor der Frage, wie sie mit umstrittenen Medien künftig umgehen will.
