Eli Lilly halbiert Investitionen in Alzey – nur noch 500 Jobs statt 1.000
Bernd-Dieter RingEli Lilly halbiert Investitionen in Alzey – nur noch 500 Jobs statt 1.000
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat bekannt gegeben, seine Investitionen in ein neues Werk für Gewichtsverlust-Spritzen in Alzey deutlich zu reduzieren – statt der ursprünglich geplanten 2,3 Milliarden Euro sollen nun nur noch 1,15 Milliarden Euro fließen. Der Schritt folgt auf die von der Bundesregierung geplante Sparpolitik, die das Projekt wirtschaftlich weniger attraktiv macht. Bisher hat das Unternehmen bereits über eine Milliarde Dollar in den Standort investiert, doch die nun beschlossenen Kürzungen halbieren das Engagement.
Durch die verringerten Mittel werden statt der ursprünglich vorgesehenen 1.000 Arbeitsplätze nur noch 500 geschaffen. Trotz der Einschnitte bleibt die Inbetriebnahme der hochmodernen Produktionsstätte für 2027 geplant – wenn auch mit geringerer Kapazität.
Eli Lilly warnte zugleich, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland das Unternehmen dazu veranlassen könnten, neue Medikamente vom deutschen Markt fernzuhalten. Die eingesparten Gelder könnten stattdessen in den US-Bundesstaat Pennsylvania oder an andere internationale Standorte fließen. Das Unternehmen sicherte zu, über solche Entscheidungen transparent zu informieren, falls sie anstehen.
Scharf kritisierte der Konzern die geplante deutsche Wirtschaftspolitik, die Deutschland im europäischen Vergleich zur schwächsten Industrieförderung verdammen könnte. Das Werk in Alzey wird nun mit halbierter Belegschaft und Investitionssumme betrieben. Die Warnungen von Eli Lilly unterstreichen die möglichen Folgen der deutschen Sparmaßnahmen. Das endgültige Ausmaß des Projekts und seine Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung hängen von der weiteren politischen Entwicklung ab.






