16 April 2026, 02:23

Düngemittelpreise explodieren – Landwirte kämpfen um ihre Ernte zur Aussaatzeit

Plakat aus dem Jahr 1935, das Frühlingsaatgut und Landwirtschaftsgeräte bewirbt, mit einer Vase voller gelber Rosen und Text, der "Frühlingsaatgut und Landwirtschaftsgeräte 1935" lautet.

Düngemittelpreise explodieren – Landwirte kämpfen um ihre Ernte zur Aussaatzeit

Düngemittelpreise schnellen in die Höhe – deutsche Landwirte in der Krise zur entscheidenden Aussaatzeit

Die Preise für Düngemittel sind drastisch gestiegen und treffen deutsche Landwirte hart – ausgerechnet in der wichtigen Frühlingsaussaat. Der Konflikt im Nahen Osten und die Störungen in der Straße von Hormus haben die Kosten auf Rekordniveau getrieben. Viele Betriebe können sich die dringend benötigten Nährstoffe für ihre Felder kaum noch leisten.

Die Preise für wichtige Düngemittel sind im vergangenen Monat stark angestiegen. Ammoniumnitrat-Kalk (AHL) kostet mittlerweile 413 Euro pro Tonne – ein Plus von 49 Euro gegenüber März. Noch stärker zugelegt hat Kalkammonsalpeter (CAN), der nun 440 Euro pro Tonne erreicht und damit 63 Euro teurer ist. Am dramatischsten ist der Anstieg bei granuliertem Harnstoff, der nach einem Preissprung von 141 Euro nun bei 694 Euro pro Tonne liegt.

Der Preisschock kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit: Wintergetreide, das bereits im Boden ist, braucht jetzt Dünger für die Wachstumsphase, während die Frühjahrsaussaat frische Vorräte erfordert. Wer frühzeitig eingekauft hat, ist besser geschützt – doch viele Betriebe mit begrenzten Reserven stehen vor schwierigen Entscheidungen.

Auf stickstoffeffiziente Kulturen wie Soja umzusteigen, ist für die meisten Landwirte keine praktikable Lösung. Stattdessen versuchen Branchenverbände, das Ausmaß der Krise zu erfassen. Eine aktuelle Umfrage richtet sich an Landwirte, die Auskunft geben sollen, wie sie mit den extremen Preisanstiegen zurechtkommen. Details zur Teilnahme finden sich *hier*.

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Der Preisschock zwingt viele Betriebe, in einer der arbeitsintensivsten Phasen des Jahres ihre Pläne zu überdenken. Da keine schnelle Entspannung in Sicht ist, bleiben nur zwei Optionen: Düngemittel einsparen oder die höheren Kosten schlucken. Die Umfrageergebnisse könnten zeigen, wie tief die Krise die diesjährige Aussaat und die künftigen Ernten belastet.

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