20 June 2026, 14:16

Dreieinhalb Jahre Haft für Fälscher von COVID-19-Impfpässen

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Dreieinhalb Jahre Haft für Fälscher von COVID-19-Impfpässen

Ein deutsches Gericht hat zwei Personen zu jeweils etwa dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil sie gefälschte COVID-19-Impfpässe verkauft hatten. Das Duo wurde der Beihilfe zur Urkundenfälschung sowie der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit ihrem illegalen Geschäft für schuldig befunden.

Zwischen August und Dezember 2021 füllten die Angeklagten mindestens 6.000 leere Impfheftchen mit gefälschten Eintragungen aus. Das Gericht stellte jedoch fest, dass nur etwa 3.200 Käufer die Fälschung vollendet hatten, indem sie ihre eigenen Namen und Adressen hinzufügten.

Die beiden gestanden ein, 8.000 leere Impfheftchen erworben zu haben, behaupteten aber, lediglich rund 400 Stück für je 20 Euro verkauft zu haben. Bei Durchsuchungen fanden Ermittler in ihrer Werkstatt fast 1.000 leere gelbe Impfheftchen, zwölf Stempel sowie Chargenaufkleber für Impfstoffe. Die Werkstatt befand sich im Keller einer Kneipe, die von einem der Angeklagten betrieben wurde.

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Die Kneipe, die sich auf einem ehemaligen Militärgelände befindet, diente zudem als Kantine für Soldaten und als Treffpunkt der örtlichen AfD-Parteigliederung. Das Duo verkaufte die meisten gefälschten Impfpässe für je 50 Euro und erzielte so einen Gewinn von 285.400 Euro. Die verurteilten Haftstrafen fielen milder aus als die von der Staatsanwaltschaft geforderten vier Jahre.

Die Angeklagten erhielten jeweils dreieinhalb Jahre Gefängnis. Ihr Geschäft umfasste großangelegte Fälschungen und erhebliche illegale Einnahmen. Das Urteil umfasste zudem Verurteilungen wegen Betrugs und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit den Gewinnen.

Quelle