Die Linke wählt neue Doppelspitze und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt
Antonio KlotzDie Linke wählt neue Doppelspitze und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt
Die Linke wählt neue Führung auf dreitägigem Parteitag in Potsdam
Auf ihrem dreitägigen Parteitag in Potsdam hat die Linke eine neue Doppelspitze gewählt. Die Delegierten bestimmten Luigi Pantisano zum neuen Co-Vorsitzenden, während Ines Schwerdtner in ihrem Amt bestätigt wurde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zudem die tiefen Gräben innerhalb der Partei in der Frage ihrer Haltung zu Israel und dem Gaza-Krieg.
Pantisano übernimmt das Amt von Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte und zurücktrat. Pantisano erhielt etwas mehr als 53 Prozent der Stimmen – er war der einzige Bewerber für den Posten. Seine Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner konnte ihr Ergebnis von 2024 sogar noch verbessern und erhielt diesmal rund 86 Prozent Zustimmung. Beide Kandidaten traten ohne Gegenkandidatur an.
Der Parteitag drehte sich vor allem um die künftige Ausrichtung der Linken. Ein zentraler Streitpunkt war die Haltung der Partei zu Israel, die in den vergangenen Monaten für erhebliche interne Spannungen gesorgt hatte. Am Ende einigten sich die Delegierten auf einen Kompromiss und stuften das Vorgehen Israels in Gaza offiziell als Völkermord ein.
Mit der neuen Führung an der Spitze hat die Linke nun klare Weichen gestellt. Zudem beendete der Parteitag die kontroverse Debatte über den Gaza-Krieg mit einer eindeutigen Positionierung. Diese Beschlüsse werden den weiteren Weg der Partei prägen.






