11 May 2026, 00:28

Deutschland will Tomahawk-Raketen und Typhon-Systeme aus den USA kaufen

Plakat mit einem Soldaten in einem Helm und militärischer Uniform, der eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber.

Deutschland will Tomahawk-Raketen und Typhon-Systeme aus den USA kaufen

Deutschland drängt auf den Kauf von Langstrecken-Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk sowie Typhon-Startsystemen aus den USA. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Europa mit einem Mangel an bodengestützten Raketenkapazitäten konfrontiert ist. Berlin hat bereits eine vorläufige Anfrage an Washington gerichtet, um die Verhandlungen zu beschleunigen.

Das deutsche Verteidigungsministerium beabsichtigt, drei Typhon-Abschusssysteme sowie 400 Tomahawk Block VB-Marschflugkörper zu erwerben. Die Raketen verfügen über eine Reichweite von etwa 1.600 Kilometern – vergleichbar mit den von Großbritannien und Frankreich auf U-Booten eingesetzten Modellen. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird in Kürze nach Washington reisen, um über den möglichen Kauf zu verhandeln.

Die Bundesregierung ist bereit, einen Aufpreis zu zahlen, um die Lieferung der Systeme zu beschleunigen. Doch der Verteidigungsexperte Carlo Masala zweifelt an der Machbarkeit des Vorhabens. Seine Skepsis speist sich aus wachsenden Bedenken, die USA könnten ihr militärisches Engagement in Europa zurückfahren – was eine Lücke in der Abschreckung gegen Russland hinterlassen würde.

Aktuell verfügen in Europa nur Großbritannien und Frankreich über U-Boot-gestützte Tomahawks. Deutschlands Bestrebungen, bodengestützte Systeme anzuschaffen, spiegeln die größeren Sorgen um die regionale Sicherheit und den Bedarf an Langstrecken-Präzisionswaffen wider.

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Sollte der Deal genehmigt werden, würde Deutschland damit erstmals über eine eigene Langstrecken-Schlagfähigkeit verfügen. Die Raketen und Startanlagen könnten eine entscheidende Lücke in der europäischen Verteidigungsstrategie schließen. Ob der Plan vorankommt, wird sich nach den Gesprächen Pistorius’ in Washington zeigen.

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