17 June 2026, 18:24

Dermbach debattiert hitzig über Windkraftpläne und Bürgerproteste

Öffentliche Versammlung in Dermbach: Kritische Fragen dominieren die Debatte

Dermbach debattiert hitzig über Windkraftpläne und Bürgerproteste

In Dermbach diskutieren Bürger über Pläne für Windenergie

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Am Montag veranstaltete die Gemeinde Dermbach eine öffentliche Versammlung, um über die Pläne zur Windenergienutzung zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte sowie Vertreter der Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“, nahmen an der Veranstaltung teil. Bürgermeister Thomas Hugk eröffnete die Sitzung mit der Betonung, wie wichtig es sei, im Rahmen der Debatte sowohl Chancen als auch Risiken abzuwägen.

Im Mittelpunkt des Abends standen Präsentationen zum Windvorranggebiet W 14 sowie der zweite Entwurf des Teilplans Windenergie. Dieser sieht 40 neue Windvorranggebiete auf einer Fläche von etwa 7.483 Hektar vor. Zwar erfüllt der Entwurf die Landesziele für 2027, die Vorgaben für 2032 werden jedoch verfehlt.

Während der anschließenden Fragerunde äußerten die Anwesenden vor allem Bedenken – kritisiert wurden mögliche gesundheitliche Auswirkungen, Landschaftsbeeinträchtigungen sowie das Fehlen von Bedarfsanalysen und Lösungen zur Energiespeicherung. Landrat Dr. Michael Brodführer stellte klar, dass im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön keine Windkraftanlagen errichtet werden. Martin Lachor wies darauf hin, dass ohne einen Teilplan theoretisch fast überall unter bestimmten Bedingungen Windräder beantragt werden könnten.

Die Bürgerinitiative bot den Anwohnern Unterstützung bei der Erstellung und Einreichung von Stellungnahmen und Einsprüchen an. Nach mehr als zwei Stunden Diskussion beendete Bürgermeister Hugk die Veranstaltung und dankte den Teilnehmern für den konstruktiven und respektvollen Austausch.

Die Versammlung machte die Sorgen der Bevölkerung deutlich und schaffte mehr Transparenz über die Windenergiepläne. Der zweite Entwurf des Teilplans geht nun in die nächste Phase – die Bürger sind nun besser über dessen Umfang und Grenzen informiert. Die Bürgerinitiative bleibt weiterhin aktiv und unterstützt lokale Einwände.

Quelle