07 April 2026, 14:43

Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt – und fordert dringend Reformen

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zu einem Regierungsentwurf, das Internet zu verbieten.

Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt – und fordert dringend Reformen

Schauspielerin Collien Fernandes spricht über die verheerenden Folgen digitaler Gewalt – nach eigenen Erfahrungen als Zielscheibe

Die Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zu den schweren Folgen digitaler Gewalt geäußert, nachdem sie selbst zur Zielscheibe wurde. Mit ihrem Gesicht wurden gefälschte Profile, manipulierte Bilder und Deepfake-Videos erstellt. Nun fordert sie dringende gesetzliche Reformen, um das wachsende Problem einzudämmen.

Fernandes schilderte, wie Unbekannte gefälschte Social-Media-Accounts, erotische Geschichten und explizite Videos mit ihrem Konterfei verbreiteten. Einige Inhalte nutzten Deepfake-Technologie, um ihr Gesicht auf fremde Körper zu montieren. Die Mischung aus echten und fabrizierten Materialien mache rechtliche Schritte unter den aktuellen Gesetzen nahezu unmöglich, so die Schauspielerin.

Sie betonte, dass digitale Gewalt keineswegs nur Prominente treffe – viele Fälle würden gar nicht gemeldet. Opfer litten oft im Stillen, da die Angriffe hinter Bildschirmen stattfänden und kaum sichtbare Spuren hinterließen. Fernandes forderte klare gesetzliche Definitionen, Schulungen für die Polizei, Präventionsprogramme an Schulen und schärfere Strafen.

Die Journalistin Caren Miosga unterstützte diese Forderungen und bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem mit unklaren Zuständigkeiten. Plattformen, Ermittlungsbehörden und Gerichte arbeiteten häufig unkoordiniert. Miosga verwies auf Spanien, wo Polizei und Schulen verpflichtende Schulungen erhalten, um solche Fälle konsequent zu verfolgen.

Justizministerin Stefanie Hubig räumte zwar politische Unterstützung für Reformen ein, gab aber zu, dass die Umsetzung nur langsam vorankommt. Nachdem Fernandes ihre Geschichte öffentlich gemacht hatte, erhielt sie eine überwältigende Resonanz – Zehntausende forderten besseren Schutz. Doch ohne gesetzliche Änderungen, warnte sie, bleibe digitale Gewalt unsichtbar und unbestraft.

Der Fall Fernandes offenbart eklatante Lücken im Umgang mit digitaler Gewalt. Aktuelle Gesetze tun sich schwer damit, manipulierte Inhalte einzuordnen, und lassen Opfer oft rechtlos zurück. Der Druck auf Schulungen, Prävention und rechtliche Klarheit steht nun vor der Herausforderung, politischen Willen in konkretes Handeln umzusetzen.

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