29 June 2026, 18:45

Bundespolizei droht 2023 der Ausfall aller Körperkameras durch gescheiterte Ausschreibung

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet an Bodycam-Mangel

Bundespolizei droht 2023 der Ausfall aller Körperkameras durch gescheiterte Ausschreibung

Die deutsche Bundespolizei könnte bald keine funktionierenden Körperkameras mehr haben. Der Mangel droht, Beamte 2023 ohne diese wichtige Ausrüstung dastehen zu lassen. Die Geräte spielen eine zentrale Rolle bei der Beweissicherung und der Deeskalation von Konflikten – besonders in Risikobereichen wie Bahnhöfen.

Ein 5-Millionen-Euro-Ausschreibungsverfahren für 2.500 neue Körperkameras, mit Option auf weitere 1.500, war gestartet worden. Doch das Beschaffungsvorhaben scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus das Angebot für Lieferanten unattraktiv machten.

Der aktuelle Hersteller hatte bereits angekündigt, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen – etwas, das Polizeigewerkschaften seit Monaten bekannt war. Einige Kameras sind zudem nahtlos mit den Tasern der Beamten verknüpft, was die Dringlichkeit einer Lösung weiter erhöht.

Die Behörden drängen nun das Bundesinnenministerium zum schnellen Handeln. Gleichzeitig hoffen sie, dass der derzeitige Lieferant die Unterstützung vorläufig verlängert – was jedoch Millionen an Zusatzkosten erfordern würde.

Ohne eine Lösung könnten die Beamten im kommenden Jahr ohne einsatzfähige Körperkameras auskommen müssen. Das Scheitern der Ausschreibung hat die Krise weiter verschärft. Betroffen wären direkt die Beweissicherung und die Deeskalation in Konfliktsituationen.

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