Bühnenarbeiter:innen kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen bei 36 Stage XL
Antonio KlotzBühnenarbeiter:innen kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen bei 36 Stage XL
Beschäftigte des Berliner Bühnenmanagements 36 Stage XL gründen gewerkschaftlich unterstützte Initiative gegen prekäre Arbeitsbedingungen
Arbeiter:innen der Berliner Bühnenmanagementfirma 36 Stage XL haben eine von der Gewerkschaft unterstützte Gruppe gegründet, um gegen schlechte Arbeitsbedingungen vorzugehen. Mitarbeiter:innen berichten von unsicheren Arbeitsabläufen, ausstehenden Löhnen und instabilen Verträgen – Probleme, die nun rechtlich geprüft werden.
Der Bühnenarbeiter Vojta C. war für 36 Stage XL in großen Veranstaltungsorten wie der Uber Arena und der Waldbühne im Einsatz. Trotz des Umgangs mit schwerem Equipment erhielten er und seine Kolleg:innen keine Sicherheitsschulungen. Viele Beschäftigte mussten sich sogar selbst Schutzausrüstung kaufen – oft von minderer Qualität.
Auch German Garcia litt unter prekären Bedingungen: Sein befristeter Vertrag sah keine garantierten Schichten oder Sozialversicherung vor. Nach einer Krankheit fehlte er bei der Arbeit, erhielt jedoch kein Krankengeld und geriet in finanzielle Not. Als er sich nach einem Streit über ausstehende Löhne beschwerte, wurden seine Einsätze fast vollständig gestrichen.
Als Reaktion gründeten die Beschäftigten eine betriebliche Gruppe in Zusammenarbeit mit der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU). Sie starteten die Kampagne "Stage Workers United", um auf Sicherheitsrisiken und Arbeitsrechte in der Veranstaltungbranche aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaft ließ zudem ein Rechtsgutachten erstellen, das nahelegt, dass die prekären Verträge des Unternehmens gegen Arbeitsrecht verstoßen könnten.
Die FAU sieht die Kampagne als wichtigen Schritt, um Missstände in der Branche öffentlich zu machen. Die Arbeiter:innen fordern weiterhin sichere Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und stabile Verträge. Durch den rechtlichen Druck könnte 36 Stage XL gezwungen werden, die langjährigen Probleme bei den Arbeitsstandards endlich anzugehen.






