Bahnmodernisierung in NRW: Solinger Grünen fordern mehr Tempo und weniger Chaos
Bernd-Dieter RingBahnmodernisierung in NRW: Solinger Grünen fordern mehr Tempo und weniger Chaos
Deutschlands Schienennetz wird grundlegend modernisiert – mit erheblichen Einschränkungen für Fahrgäste. Die Solinger Grünen erkennen die aktuellen Probleme an, betonen aber die Notwendigkeit langfristiger Verbesserungen. Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der örtlichen Grünen, hob hervor, dass die Reisenden die Belastungen mit Geduld ertragen.
Die Partei hat klare Schwerpunkte für die Bahnmodernisierung gesetzt: Die Elektrifizierung der S7-Linie und ihre Verlängerung bis Düsseldorf stehen dabei an erster Stelle. Zudem fordern sie eine Umleitung der RE2-Linie, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet zu schaffen.
Lokale Bedürfnisse spielen in ihren Plänen eine zentrale Rolle. Besonders wichtig sei der Ausbau des Bahnhofs Hilden sowie ein besseres Angebot im grenzüberschreitenden Busverkehr, so die Grünen. Diese Vorhaben müssten in die Landes- und VRR-Verkehrsplanung integriert werden.
Nach den jüngsten Sperrungen auf den Linien RE7 und RB48 gibt es nun erste Entlastungen. Doch umfangreiche Bauarbeiten stehen noch bevor. Bevor die RRX-Bauarbeiten beginnen, pochen die Grünen auf den Bau eines zusätzlichen Weichenbereichs in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte. Zudem drängen sie auf eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung der Bahnprojekte.
Für die Grünen ist ein zuverlässiges, sicheres und attraktives Schienennetz entscheidend, um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Mittelfristig soll der Bahnverkehr so gestärkt werden, dass er für mehr Menschen eine echte Alternative wird. Bis dahin müssen Fahrgäste jedoch weiter mit Einschränkungen leben, während die Modernisierung voranschreitet.
