07 April 2026, 04:22

AfD Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete – Fraktion am Abgrund

Eine Zeichnung auf Papier zeigt rote Figuren mit der Bezeichnung "Republikaner" auf einem blauen Gridiron, mit übertriebenen wütenden Gesichtsausdrücken und erhobenen Armen, begleitet von fetter schwarzer Schrift.

AfD Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete – Fraktion am Abgrund

Die AfD-Fraktion im Hamburger Bezirk Harburg hat zwei weitere Mitglieder verloren und zählt nun nur noch drei Abgeordnete. Andreas Ehlers und Harald Feineis sind ausgetreten und vertiefen damit die internen Turbulenzen der Gruppe. Ihre Austritte folgen auf ein Jahr voller Streitigkeiten, Vorwürfe und Drohungen innerhalb der Partei.

Ehlers warf der Fraktion vor, die Finanzen schlecht zu verwalten – eine sechsstellige Summe sei nicht nachvollziehbar. Zudem beschuldigte er den Fraktionsvorsitzenden Helge Ritscher der körperlichen Attacke. Diese Vorwürfe verschärfen die ohnehin angespannte Lage und überschatten die Arbeit der AfD in der Bezirksversammlung.

Schon im vergangenen Jahr hatte ein weiterer AfD-Politiker, Adrian Leuser, die Fraktion nach Drohungen verlassen. Er hatte einen Kollegen wegen rassistischer Äußerungen und Einschüchterung angezeigt und war aus Sorge um seine Sicherheit aus der Stadt geflohen. Die wiederholten Skandale lassen Kritiker an den Prioritäten der Fraktion zweifeln.

Simon Dhemija von der Linken warf der Harburger AfD vor, sie konzentriere sich mehr auf die Provokation von Skandalen als auf demokratische Prozesse. Der CDU-Abgeordnete Rainer Bliefernicht warnte, die Austrittswelle könnte sogar zur Bildung einer zweiten AfD-Fraktion führen. Die CDU stellt derzeit mit zwölf Mitgliedern die stärkste Fraktion in der Versammlung.

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Die anhaltenden Konflikte behindern immer wieder die sachliche parlamentarische Arbeit in Harburg. Statt über politische Inhalte zu diskutieren, dominieren interne AfD-Streitigkeiten die Sitzungen.

Mit nur noch drei verbleibenden Mitgliedern steht die Zukunft der AfD-Fraktion in Harburg auf unsicherem Grund. Die Rücktritte und Vorwürfe haben ihren Einfluss in der Bezirksversammlung geschwächt. Unterdessen kritisieren politische Gegner weiterhin den Umgang mit internen Konflikten und die mangelnde Transparenz bei den Finanzen.

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