17 March 2026, 00:23

250 Menschen demonstrieren in Mainz gegen Rechtsextremismus und fordern Parteiverbote

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße mit Laternenmasten, die Kameras halten, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund, was auf eine Protestaktion in Berlin hinweist.

250 Menschen demonstrieren in Mainz gegen Rechtsextremismus und fordern Parteiverbote

Am 14. März 2026 fand in Mainz eine Demonstration gegen Rechtsextremismus statt. Die unter dem Motto "Keine Nazis im Parlament" stehende Veranstaltung zog etwa 250 Teilnehmende an, die durch die Stadt zogen und sich anschließend zu einer Kundgebung im Kaiserpark versammelten.

Die Demonstration begann um 11:30 Uhr in der Neustadt. Von dort aus bewegte sich der Zug durch das Viertel, passierte das Bleichenviertel und erreichte schließlich den Kaiserpark. Die Route wurde bis 13:50 Uhr ohne Zwischenfälle zurückgelegt.

Im Anschluss fand direkt vor dem Stadthaus eine Kundgebung unter dem Titel "Die Landesregierung soll die Prüfung aller rechtsextremen Parteien durch das Bundesverfassungsgericht unterstützen" statt. Hier versammelten sich bis zu 550 Menschen. Die Veranstaltung endete gegen 15:30 Uhr friedlich.

Die Proteste stehen im Kontext der anhaltenden Ablehnung rechtsextremer Gruppierungen in Deutschland. Bisher liegen jedoch keine offiziellen Aufzeichnungen über ähnliche Demonstrationen in anderen Bundesländern für das Jahr 2026 vor. Vereinzelte Aktionen, wie sie etwa nach dem "Remigrations"-Skandal im Januar 2025 stattfanden, gab es zwar weiterhin, doch eine systematische Erfassung von Veranstaltern oder Teilnehmerzahlen fehlt.

Der Mainzer Marsch und die anschließende Kundgebung verliefen ohne Vorfälle. Die Organisatoren betonten Forderungen nach strengeren Kontrollen rechtsextremer Parteien und reihten sich damit in die bundesweiten Appelle für eine verfassungsrechtliche Überprüfung ein. Seither wurden in der Region keine weiteren Proteste dieses Ausmaßes dokumentiert.

Quelle