14 Millionen Euro für die Beton-Revolution: Wie Kohlenstoff die Baubranche nachhaltiger macht
Stilla Sager14 Millionen Euro für die Beton-Revolution: Wie Kohlenstoff die Baubranche nachhaltiger macht
Großes neues Projekt soll karbonbewehrten Beton im Baugewerbe etablieren
Mit einer Förderung von 14 Millionen Euro durch den Bund ist eine Initiative gestartet, die karbonbewehrten Beton bis 2029 in den Massenmarkt bringen soll. Der offizielle Auftakt fand im CUBE-Gebäude der TU Dresden statt, wo Industriepartner und Wissenschaftler gemeinsam an der Skalierung der Technologie arbeiten.
Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und der TU Dresden. In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, in der Produktionsverfahren erprobt und optimiert werden sollen.
Kohlenstoffbewehrter Beton bietet deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichem stahlbewehrtem Beton: Er verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Ressourcen und ermöglicht leichtere, schlankere und langlebigere Bauteile. Da Gebäude derzeit rund 40 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verursachen, könnte die neue Technologie die Emissionen deutlich senken.
Ziel des Vorhabens ist es, die Innovation aus den Forschungslaboren in die industrielle Serienproduktion zu überführen. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), will das Team den Übergang bis Ende 2029 abschließen.
Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem nachhaltigen Bauwesen. Gelingt die Umsetzung, könnte karbonbewehrter Beton Materialverschwendung verringern und die Emissionen im Bausektor spürbar reduzieren. Die Leipziger Pilotanlage dient in den nächsten Jahren als Testumgebung für die großtechnische Produktion.






