Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatssymbolen' - Wohin verschwanden die Symbole der DDR nach 1990?
Eine neue Ausstellung in Berlin spürt dem Schicksal der verlorenen Symbole der DDR nach
Nach der Wiedervereinigung verschwanden Flaggen, Orden und Abzeichen der DDR fast über Nacht aus dem öffentlichen Leben. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte geht nun der Frage nach, wohin diese Gegenstände gelangten – und warum sie so schnell aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt wurden.
Als die Deutsche Demokratische Republik 1990 unterging, wurden ihre Staatssymbole von Straßen, Gebäuden und Institutionen entfernt. Viele landeten im Sperrmüll oder wurden auf Flohmärkten für wenig Geld verkauft. Andere jedoch wurden gezielt aufbewahrt.
Die meisten offiziellen DDR-Orden und -Abzeichen wurden erfasst und im Bundesarchiv archiviert, insbesondere in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Einige fanden ihren Weg in Museumsbestände, wo sie bis heute lagern. Die Ausstellung "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" untersucht dieses rasche Verschwinden aus dem öffentlichen Bewusstsein.
Noch bis Mitte November zeigt die Schau, wie eine nationale Identität abgebaut wurde – und was dabei gerettet wurde.
Die Ausstellung beleuchtet die gegensätzlichen Schicksale der DDR-Symbole: als Abfall entsorgt oder als historische Zeugnisse bewahrt. Besucher können nachvollziehen, wie mit diesen Objekten nach der Wiedervereinigung umgegangen wurde. Die Schau bleibt noch mehrere Wochen geöffnet.






